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„Radoffensive“ ist erster Schritt – doch es muss noch viel mehr kommen!

Grüne fordern bessere Kooperation über die Gemeindegrenzen hinweg um Radfahren attraktiver, sicherer und alltagstauglicher zu machen – wäre blamabel, wenn finanzielle Unterstützung des Bundes liegen gelassen wird.

 

„Von einem ersten guten Schritt, dem unbedingt weitere folgen müssen, wenn man es mit der Verkehrswende ernst nimmt“, sprechen die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl und die Grazer Grüne Umweltstadträtin Judith Schwentner anlässlich der heute präsentierten „Radoffensive“ von Land und Stadt. Freilich wäre nämlich mehr möglich: Denn Verkehrsministerin Leonore Gewessler hatte bei ihrem Steiermark-Besuch zuletzt Land und Stadt angeboten, „sich aus dem 40-Millionen-Euro-Topf des Bundes für Radprojekte bedienen können“ – also aus jenem Topf, der für übergeordnete Rad-Schnellrouten reserviert ist. Mangels steirischer und Grazer Planungen kann aus der Steiermark darauf nicht zugegriffen werden, kritisiert Krautwaschl: „Die Vernetzung über die Gemeindegrenzen ist von riesiger Wichtigkeit um das Radfahren so attraktiv, sicher und alltagstauglich machen“, fordert Krautwaschl raschere und bessere Kooperation zwischen Land, Stadt und Gemeinden ein.

„Die Grazerinnen und Grazer sehnen sich nach der Verkehrswende und wir müssen sie genau jetzt umsetzen“, fordert Umweltstadträtin Judith Schwentner: „Bürgermeister und Verkehrsstadträtin haben durch ihre politischen Spielchen schon viel zu viel Zeit verloren. Jetzt heißt es in die Pedale treten und endlich konkrete Pläne ausarbeiten. Es wäre blamabel, wenn die Stadt Graz die finanzielle Unterstützung des Bundes liegen lasst.“

„Gerade vor dem Hintergrund, dass in Coronakrise immer mehr Menschen das Fahrrad als praktisches Verkehrsmittel entdeckt haben und gleichzeitig der Bund die finanziellen Mittel für den Ausbau der Radinfrastruktur verzehnfacht hat, muss jetzt so stark wie nie investiert werden“, fordert Krautwaschl. Im Landtag haben die Grünen dazu aktuell auch einen neuen Antrag eingebracht und fordern darin unter anderem die Errichtung von Fahrradbegleitwegen – sowie innerörtlich und im gemeindeumgebenden Bereich von FußgängerInnenwegen – im Rahmen von Neuerrichtungen sowie größeren Sanierungen bzw. Ausbauten von Straßen für den Autoverkehr im Stmk. Landes-Straßenverwaltungsgesetz verpflichtend zu verankern.