Bezirkegruene.at
Navigation:

Pflege-Skandal: Natürlich gibt es strukturelle Probleme, die dringend zu beheben sind

Grüne Anträge dazu wurden bisher immer abgelehnt – neuer Versuch im Herbst.

„Natürlich geht es um strukturelle Probleme, die dringend zu beheben sind“, stellt heute die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl​ anlässlich des Pflege-Skandals und der Aussagen von Landesrat Drexler fest: „Darauf weist etwa die Pflege-Ombudsfrau oder auch die Volksanwaltschaft regelmäßig hin.“ Doch: „Immer wenn wir Grüne nach dem Erscheinen der Berichte entsprechende Anträge eingebracht haben um die Situation zu verbessern, wurden sie von ÖVP und SPÖ abgelehnt – die Hinweise und Anregungen von den ExpertInnen wurden nicht ernst genommen“, kritisiert Krautwaschl.

Ein Beispiel: Bereits 2015 wurde im von der Landesregierung beauftragen Bedarfs- und Entwicklungsplan explizit erwähnt: „Psychiatrische Patientinnen und Patienten ohne Pflegebedarf sind, wenn notwendig, - im Sinne des ‚Normalitätsprinzips‘, um Hospitalisierungseffekte zu vermeiden bzw. die Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit zu erhalten/zu fördern -, in kleinen Wohneinheiten adäquat untergebracht.“

Doch „leider fehlt nach wie vor ein ausreichendes Angebot an kleinen und wohnortnahen Einheiten“, so Krautwaschl, die das Thema etwa im Rahmen einer „Dringlichen Anfrage“ vor einem Jahr im Landtag (nach einem kritischen Bericht der Volksanwaltschaft) in den Mittelpunkt gestellt hatte. Den diesbezüglichen Antrag, „zeitnah ausreichende Angebote an kleinen, regionalen, betreuten Wohneinheiten nach den Qualitätskriterien der LEVO für Menschen mit sozialpsychiatrischen Diagnosen zu schaffen“. Ergebnis: SPÖ und ÖVP sagten nein dazu.

Krautwaschl wird nun im Herbst neuerlich im Landtag aktiv werden und hofft, dass SPÖ und ÖVP vor dem Hintergrund der aktuellen Fälle endlich auch bereit sind, konkrete und dringend notwendige Maßnahmen zu beschließen und umzusetzen. (18. Juli 2018)



Mach die Welt grüner - Mitglied werden