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18.04.2023 News

Grü­ne ma­chen gegen Hass im Netz mobil

"Ich sehe es auch als meine Aufgabe als Klubobfrau der steirischen Grünen, der zunehmenden Verrohung und Polarisierung unserer Gesellschaft mit aller Kraft entgegenzuwirken und wieder ein gutes Klima für uns alle zu schaffen."
Klubobfrau Sandra Krautwaschl

Schimpftiraden unter Online-Zeitungsberichten und Hasskommentare in sozialen Medien stehen leider an der Tagesordnung. Die Hetze richtet sich dabei sehr oft gegen einzelne Menschen, die in der vermeintlichen Anonymität des Internet brutal attackiert werden. Hass im Netz bekommen vor allem auch Politikerinnen zu spüren.

Die steirischen Grünen treten dieser Entwicklung entschlossen entgegen. Für betroffene Politikerinnen und Politiker steht intern ein juristisches Team zur Verfügung, in Workshops und Trainings werden die nötigen Werkzeuge vermittelt, wie man sich am besten gegen Beleidigungen und Beschimpfungen zur Wehr setzen kann.
Als niederschwelliges Angebot für alle Betroffenen liegt ab sofort außerdem ein umfangreicher Leitfaden vor, der als Broschüre bezogen werden kann und als pdf zum Download zur Verfügung steht. Erstellt wurde er in Zusammenarbeit mit der Antidiskriminierungsstelle Steiermark.

Die Grüne Landessprecherin Sandra Krautwaschl betonte in einer Pressekonferenz: „Ich sehe es auch als meine Aufgabe als Klubobfrau der steirischen Grünen, der zunehmenden Verrohung und Polarisierung unserer Gesellschaft mit aller Kraft entgegenzuwirken und wieder ein gutes Klima für uns alle zu schaffen.“

 

Die Sozialsprecherin und Landtagsabgeordnete Veronika Nitsche berichtete, dass sie vor allem von jungen Politikerinnen oft Rückmeldungen bekommt, wonach diese sich auf Grund der negativen Stimmung in der Bevölkerung und Beschimpfungen auf Social Media wieder aus der Politik und der Öffentlichkeit zurückziehen wollen.

"Es ist leider tatsächlich zu beobachten, dass viele Frauen vom rauen Ton abgeschreckt werden, der in den sozialen Medien gerade Politikerinnen gegenüber herrscht. Damit das uns Frauen nicht daran hindert, in die Politik zu gehen, müssen wir alle gemeinsam gegen Hass im Netz auftreten."
Sozialsprecherin Veronika Nitsche

Ist man mit Hass im Netz konfrontiert, fühlt man sich oft in erster Linie wütend und hilflos – mit einfachen Tipps hilft der Leitfaden weiter. Wer sich etwa einige schlagfertige Antworten zurecht legt, kann schnell auch emotional auf Distanz gehen. Jedenfalls sollte man sich auch Unterstützung in Form von Mitstreiter:innen holen, die im Netz schnell zur Seite springen können. Wichtig: den Hatern nicht das Feld überlassen.
Um rechtlich gegen Kommentare vorgehen zu können, sind einige Maßnahmen der Sicherung nötig. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie das geht.
Schließlich werden die betreffenden strafrechtlichen Tatbestände genau erklärt:

§  Verhetzung

§  gefährliche Drohung

§  Beleidung

§  beharrliche Verfolgung

§  üble Nachrede

§  fortdauernde Belästigung

§  Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen

§  unbefugte Bildaufnahme
(„Upskirting-Paragraf“)

 

Ich freue mich, dass wir mit diesem ausführlichen Leitfaden wirklich eine Vorreiterrolle in Österreich einnehmen,“ so Klubobfrau Krautwaschl, „Selbstverständlich stellen wir ihn nicht nur allen Betroffenen, sondern auch den Grünen Landesorganisationen in den anderen Bundesländern sowie allen anderen Parteien zur Verfügung. Denn vor Hass im Netz ist niemand gefeit. Gleichzeitig braucht es auch eine gemeinsame Anstrengung über die Parteigrenzen hinweg, um den Hatern den Wind aus den Segeln zu nehmen.“

red Die Grünen Steiermark
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