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Neue Grüne Landtagsinitiative: „Abschiebungen von Menschen in Lehre und Ausbildung stoppen!“

Grünen-LAbg. Lara Köck: „Eine der größten Chancen für die Integration ist die Eingliederung in den Arbeitsmarkt - eine Chance für die Betroffenen selbst, aber auch für die Unternehmen und unsere Gesellschaft.“ Landtag soll sich dafür einsetzen, dass Deutsches Modell Vorbild wird.

Der Appell der Bischöfe und der Caritas, das humanitäre Bleiberecht für gut integrierte Flüchtlinge, nicht zu totem Recht verkommen zu lassen, wird von den Grünen sehr unterstützt – gleichzeitig starten die Grünen nun im Landtag eine Initiative, in der sie sich für das Erfolgsprojekt „Lehre für Asylwerbende in Mangelberufen“ starkmachen.

„Aktuell nehmen die negativen Asylentscheidungen auch für Menschen in Lehre zu. Es ist bereits zu ersten Abschiebungen gekommen – direkt vom Lehrplatz. Dies sorgt für massive Verunsicherung bei den betroffenen Lehrlingen und den Betrieben“, so die Grüne Landtagsabgeordnete Lara Köck​. Sie fordert: „Die Bundesregierung soll Abschiebungen von Menschen in Lehre und Ausbildung aussetzen!“ Eine entsprechende Petition des oberösterreichischen Grünen Landesrates Rudi Anschober wurde von über 35.000 Menschen unterzeichnet​.

Köck: „Eine der größten Chancen für die Integration ist die Eingliederung von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt. Eine Chance für die Betroffenen selbst, aber auch für die Unternehmen und unsere Gesellschaft. Die Lehre in Mangelberufen ist eine der wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerbende. Denn gerade im Bereich der Mangelberufe suchen Betriebe händeringend nach Arbeitskräften. Die Lehre für Asylwerbende ist hier eine riesige Chance, die uns nicht genommen werden darf!“

Dazu kommt: „Es geht ja auch um die Planungssicherheit für die Unternehmen“, betont Köck. Österreichweit sind mit Ende 2017 727 Beschäftigungsbewilligungen für Asylwerbende in Lehre erteilt (Quelle: AMS), in der Steiermark sind es um die 90.

Sie verweist auf Deutschland als Vorbild: „Dort wurde bereits 2015 eine klare Lösung dieses Problems von Negativbescheiden für Asylwerbende in Lehre bzw. Ausbildung verwirklicht. Mit dem „3+2-Modell“ wird in Deutschland garantiert, dass es während der zumeist dreijährigen Ausbildungszeit und der ersten beiden Arbeitsjahre aufgrund einer Duldung zu keiner Abschiebung kommt. 7.000 junge Asylwerbende konnten so in den Jahren 2016 und 2017 in Deutschland ihre Lehrausbildung in Sicherheit vor einer Abschiebung - für sich selbst und das ausbildende Unternehmen – absolvieren.“

 

Der Grüne Antrag wird in der nächsten Ausschusssitzung erstmals diskutiert werden und richtet sich an die Landesrätinnen Kampus und Eibinger-Miedl. (9. Februar 2018)


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