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Neuauflage Corona-Prämie: Kommender Landtag startet mit Grüner „Befragung“

Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl will zu Beginn der Landtagssitzung am Dienstag von Landesrätin Doris Kampus wissen: Werden Sie in Abstimmung mit Landesrätin Juliane Bogner-Strauß dafür Sorge tragen, dass der essenzielle Beitrag, den MitarbeiterInnen der Pflege-, Sozial-, Behindertenhilfe- sowie der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen leisten, finanziell abgegolten wird?

 

Die kommende Landtagssitzung am nächsten Dienstag startet mit einer Grünen „Befragung“ an Landesrätin Kampus – Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl drängt dabei auf eine Neuauflage der Corona-Prämie für die MitarbeiterInnen der Pflege-, Sozial-, Behindertenhilfe- sowie der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen: „Der Wiederanstieg der Infektionszahlen sorgt für schwerwiegende Einschränkungen, die die gesamte steirische Bevölkerung betreffen. Besonders herausgefordert werden erneut MitarbeiterInnen der Pflege-, Sozial-, Behindertenhilfe- sowie der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, zumal sie ihren Dienst unter den durch die Pandemie erheblich erschwerten Bedingungen und Gefahren weiter versehen müssen“, so Krautwaschl.

„Im Sommer hat die Landesregierung den betroffenen MitarbeiterInnen aufgrund ihrer großartigen Leistungen während der Monate März bis Juni eine einmalige Prämie von bis zu 500 Euro als Zeichen der Wertschätzung zugesichert. Im Hinblick darauf, dass diese MitarbeiterInnen nunmehr erneut Außergewöhnliches leisten müssen, um den Betrieb der Einrichtungen zu garantieren, ist es besonders wichtig, schon jetzt klarzustellen, dass ihr großes Engagement (auch) finanziell wertgeschätzt wird“, so die Grüne Klubobfrau in der Begründung ihrer Initiative.

Die Befragung wird zu Beginn der Landtagssitzung angehalten werden.

Auch in einer weiteren Initiative widmet sich Krautwaschl am Dienstag dem Pflege- und Gesundheitsbereich. Sie fordert im Rahmen einer „Dringlichen Anfrage“ per Entschließungsantrag Grünen einen Krisenpersonalpool, um Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegewesen die Möglichkeit zu bieten, Kontakt zu qualifiziertem Personal aufzunehmen. Sie fordert angesichts der aktuellen Situation die Landesregierung auf, sich jetzt Berlin als Beispiel zu nehmen: Denn „Berlin hat, wie auch andere deutsche Städte auch, einen Krisenpersonalpool für das Pflege- und Gesundheitswesen ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um ein Angebot, das Einrichtungen der pflegerischen und medizinischen Versorgung die Möglichkeit bietet, Kontakt zu qualifiziertem Personal aufzunehmen (siehe https://krisenpersonalpool.berlin.de/)“. Außerdem, so Krautwaschl, „müssen Strukturen in Form eines Personalpools von SpringerInnen geschaffen werden, die es dem Land ermöglichen, die Krankenanstalten und Pflegewohnheime im Notfall mit qualifiziertem Gesundheitspersonal zu unterstützen“. Diese Maßnahmen sind aus Grüner Sicht dringend notwendig, um die kommenden Monate bewältigen zu können, ohne das Pflegepersonal nachhaltig zu überlasten, ist Krautwaschl überzeugt. Die Fehler der Vergangenheit, in der verabsäumt wurde, eine vorrausschauende Pflege- und Personalstruktur umzusetzen, wiegen nun besonders schwer.