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Nach Grünem Antrag: Landesregierung gegen Kunstrasenplätze mit Mikroplastik, Grüne fordern rasche Umsetzung von Verbesserungen

Stellungnahme der Landesregierung am Dienstag im Landtag – Grünen-Sportsprecher LAbg. Pinter fordert, die zahlreichen erprobten Modelle auf die Steiermark zu übertragen: „Wir können hier gemeinsam einen wichtigen Schritt gegen den Eintrag von Mikroplastik in unsere Umwelt setzen!“

 

Die Landesregierung unterstützt die Initiative des Grünen Sportsprechers LAbg. Alex Pinter gegen Mikroplastik in Kunstrasen. Nachdem Pinter im Frühjahr eine entsprechende Landtagsinitiative gestartet hatte, ist morgen die Stellungnahme der Landesregierung auf der Landtagstagesordnung. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Stellvertreter Anton Lang und die Landesräte Christopher Drexler und Ursula Lackner halten darin fest: „Aus Sicht der Steiermärkischen Landesregierung und in Verantwortung für Mensch und Natur ist der Neubau von Kunstrasenplätzen mit Mikroplastik-Granulat nicht mehr förderungswürdig und soll im Sinne eines nachhaltigen Handelns beschränkt werden… Bei der Entscheidung für oder gegen die Neuanlage eines Kunststoffrasenplatzes muss die ökologische Betrachtung künftig eine zentrale werden. Die Euphorie der frühen Jahre rund um den Kunstrasen ist vorüber; auch die erwartete bzw. erhoffte langjährige technische Haltbarkeit hat sich vielfach nicht erfüllt.“

„Bei einer Platzgröße von 60 x 100 m liegen rund 96 Tonnen Mikroplastik auf dem Feld“, so Pinter. Österreichweit beläuft sich die Menge auf über 28 Kilotonnen (!), alleine auf Fußballplätzen (1.788.666 m² Kunstrasen sind bundesweit installiert). „Mehreren Studien zufolge gehen jährlich etwa 1-4 % dieses Materials (also ca. 280-1100 Tonnen österreichweit) verloren und gelangen potentiell in aquatische und terrestrische Lebensräume. Dort kann sich das Verlustmaterial z.B. negativ auf das Wachstum von Pflanzen und bestimmte Stoffwechselaktivitäten von Fischen auswirken“, so der Grüne Abgeordnete.

Als Vorbild sollte der Steiermark aus Grüner Sicht Oberösterreich dienen: „Dort wird bei Neubau und Sanierung bereits auf umweltverträgliche Materialien gesetzt, hier arbeitet man mit speziell gekörntem Sand“, so Pinter – dass die Regierung in ihrer Stellungnahme meint, es gäbe „keine ökologisch unbedenklichen Alternativmaterialen“, ist daher zu korrigieren: „In Dortmund beispielsweise ist der als umweltfreundlich eingestufte Kork bereits seit 2012 erfolgreich im Einsatz. Und in Hamburg wird ebenfalls schon seit Jahren Sand eingesetzt“, so Pinter.

„Die aus unserer Sicht logische Vorgehensweise wäre, die zahlreichen erprobten Modelle auf die Steiermark zu übertragen. Wir können hier gemeinsam einen wichtigen Schritt gegen den Eintrag von Mikroplastik in unsere Umwelt setzen – wir hoffen sehr, dass der hier vorhandene Raum für Verbesserungen ehebaldigst genutzt wird“, so der Grüne Abgeordnete zum Abschluss.