Nach 36 Jahren in der Gemeindepolitik sagt Engelbert Kremshofer adieu

Mit morgigem Donnerstag legt Engelbert Kremshofer sein Mandat als Gemeinderat in Ottendorf zurück und zieht damit einen endgültigen Schlussstrich nach 36 kommunalen Jahren für die Grünen – die Grüne Landessprecherin Sandra Krautwaschl nimmt das zum Anlass, um Kremshofer „aus tiefstem Herzen meinen Dank auszusprechen“: „Für seinen Einsatz, für sein großes Herz für Grüne Themen und für seine Hartnäckigkeit!“ Und: „Engelbert, der ja auch viele Jahre für den Grünen GemeindevertreterInnenverband Grüne GemeinderätInnen im ganzen Bundesland betreut, beraten und unterstützt hat, hatte auch einen sehr großen Anteil daran, dass ich selbst 2010 den Schritt in die Gemeindepolitik gewagt habe – und sein unerschütterlicher Humor sowie seine fachkundige, bodenständige und selbstlose Unterstützung in allen möglichen Fragen der Kommunalpolitik hatten auch einen großen Anteil, dass ich dabei geblieben bin.“

Kremshofer gehört zur Reihe Grüner Legenden, die 1985 erstmals den Einzug in einen Gemeinderat schafften – neben beispielsweise Heinz Damm in Hartberg, Andreas Wabl in Großklein oder Walter Hingel in Deutschlandsberg, wurde er Gemeinderat in Markt Hartmannsdorf, 1990 dann in Ottendorf. „Bei den Nationalratswahlen 1983 gab es in Ottendorf neun Stimmen für die Grünen – 1990 schafften wir bereits genau die notwendigen 52 Stimmen für den Einzug in den Gemeinderat“, erinnert sich der heute 64jährige Kremshofer. 2005 gaben sowohl Altbürgermeister Leo Rabel, als auch der Gemeindearzt Dr. Kohl eine Wahlempfehlung für die Grünen ab – das führte zu 134 Stimmen (13,3 %) und zu einem zweiten Mandat, das von Bernd Wenzel ausgeübt wurde.

Kremshofers Nachfolger in Ottendorf ist der am 24. 12. 1979 geborene Montagetischler Alessandro Mazzoleni, der bei der Gemeinderatssitzung im Mai angelobt werden wird.