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Moria: Grüne fordern sofortige Evakuierung der Menschen aus abgebranntem Flüchtlingslager

Grüner Antrag, dass sich Österreich im Rahmen der EU-Vereinbarung an der freiwilligen Aufnahme von Asylsuchenden – insbesondere von Minderjährigen und Familien – aus europäischen Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln beteiligt, liegt nach SPÖ- und ÖVP-Beschluss in Unterausschuss – Grünen-Abg. Nitsche drängt jetzt neuerlich auf rasche Hilfe: „Dürfen keine Sekunde verlieren für humanitäre Lösung!“

„Seit vielen Monaten weisen wir Grüne auf die unhaltbaren Zustände im Flüchtlingslager Moria hin. Seit Monaten fordern wir die Evakuierung von geflüchteten Menschen aus dem völlig überbelegten Lager. Seit Monaten warnen wir vor einem Corona-Ausbruch an diesem dicht gedrängten Ort. Die europäischen Staaten haben die dringenden Appelle an die Menschlichkeit bisher jedoch systematisch ignoriert. Jetzt sind unsere schlimmsten Befürchtungen wahr geworden“, sagt die Grüne Menschenrechtssprecherin LAbg. Veronika Nitsche zum furchtbaren Brand, der das Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos vergangene Nacht in Schutt und Asche gelegt hat.

„Auch im Landtag haben wir bereits im Juni eine entsprechende Initiative gestartet und fordern darin, dass sich die Landesregierung dafür stark macht, dass sich die Republik Österreich im Rahmen der EU-Vereinbarung an der freiwilligen Aufnahme von Asylsuchenden – insbesondere von Minderjährigen und Familien – aus europäischen Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln beteiligt“, so Nitsche: „Außerdem soll die Landesregierung die Bereitschaft erklären, einen der Steiermark entsprechenden Teil der aufgenommenen Asylsuchenden zu versorgen.“ Doch: Statt den Antrag schnell zu behandeln und umzusetzen, wurde er von SPÖ und ÖVP an einen Unterausschuss verwiesen – dort liegt er bis heute, kritisiert Nitsche und fordert heute insbesondere die zuständige Landesrätin Kampus auf, sich für die Umsetzung dieser Initiative einzusetzen.

„Wir dürfen jetzt keine Sekunde verlieren und müssen sofort handeln und helfen, um die obdachlos gewordenen Menschen aus diesem Elend zu holen“, fordert Nitsche: „Die Europäische Union und jeder Mitgliedsstaat sind in dieser absoluten Notsituation in der Verantwortung – jetzt zu helfen ist ein Gebot der Menschlichkeit und noch dazu nicht schwer: In Österreich haben sich bereits Länder und Gemeinden für die Aufnahme von Kindern aus dem Flüchtlingslager ausgesprochen. Wir dürfen nicht länger wegsehen und brauchen rasch eine humanitäre Lösung, Unterstützung von Griechenland samt rascher Evakuierung der Menschen aus dieser dramatischen Notlage.“