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Morgiger Weltflüchtlingstag: Grüne fordern freiwillige Aufnahme von Asylsuchenden – insbesondere von Minderjährigen und Familien – aus europäischen Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln

Passend zum morgigen Weltflüchtlingstag fordern die Grünen heute mittels neuer Landtagsinitiative die freiwillige Aufnahme von Asylsuchenden – insbesondere von Minderjährigen und Familien – aus europäischen Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln. Einen entsprechenden Antrag hat die Grüne Menschenrechtssprecherin LAbg. Veronika Nitsche nun eingebracht. „Die Situation in den europäischen Flüchtlingslagern in Griechenland ist eine humanitäre Katastrophe. Es ist von grundlegender Bedeutung, dass die europäische Staatengemeinschaft diese menschenunwürdige Situation dringend ändert. Österreich soll und kann im Sinne der internationalen Solidarität möglichst zeitnahe einen Beitrag dazu leisten“, so Nitsche.

Zurzeit sind 37.000 Geflüchtete auf den griechischen Inseln zum Ausharren gezwungen. Sie leben dort unter schlimmsten traumatisierenden Bedingungen, es fehlt an ausreichend hygienischen Maßnahmen und ausreichender Gesundheitsversorgung generell: Kinder kommen in den Zelten auf die Welt, Krankenhäuser behandeln die Geflüchteten nicht mehr, für Kinder und Jugendliche gibt es keine Möglichkeit, Schulen zu besuchen. Die Jugendlichen sind hoch traumatisiert und werden immer weiter vernachlässigt.

Seit vielen Wochen richten die Vereinten Nationen (UNO), verschiedenste NGOs, Kirchen und Religionsgemeinschaften und die Zivilgesellschaft Appelle in unterschiedlichsten Formen an die Regierungen der europäischen Gemeinschaft. Das zeigt Wirkung: Einige deutsche Landesregierungen (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Sachsen, Thüringen) haben sich entschlossen, Asylsuchende aus den europäischen Flüchtlingslagern griechischer Inseln aufzunehmen. Sie wollen ihren Beitrag für die Lösung dieser humanitären Katastrophe leisten. Auf Staatenebene haben sich mehrere EU-Mitgliedstaaten (darunter Luxemburg, Deutschland, Irland, Finnland, Kroatien, Frankreich, Portugal) ebenfalls bereit erklärt, Menschen aufzunehmen. „Es ist Zeit, dass auch Österreich einen Beitrag leistet. Eine Aufnahme von Menschen aus den Lagern auf den griechischen Inseln in Österreich wäre ohne weiteres möglich, da in zahlreichen Grundversorgungsquartieren sowohl des Bundes als auch der Länder freie Plätze vorhanden sind. Als Landtag Steiermark und Steiermärkische Landesregierung können wir Anstoß in Österreich und kann Österreich Anstoß für weitere Staaten in Europa sein, um somit gemeinsam als europäische Staatengemeinschaft die Situation auf den griechischen Inseln zu entschärfen und diese humanitäre Katastrophe zu lösen“, so Nitsche.