Mit Abstand mehr Sicherheit beim Radfahren: Grüne bringen Gratis-Radabstandsmesser in die Steiermark

Mit einem neuen Projekt wollen die Grünen Radfahren attraktiver und vor allem sicherer machen, denn „neben einem unzureichend ausgebauten Radwegenetz und teils überhaupt nicht vorhandenen Radwege ist, wie eine Untersuchung des ÖAMTC gezeigt hat, es das Unfallrisiko, das viele Menschen abschreckt, mit dem Fahrrad zu fahren“, so der Grüne Landtagsabgeordnete Alex Pinter und die Grazer Umwelt-Stadträtin Judith Schwentner: „Radfahren ja oder nein ist auch eine Frage der Sicherheit!“ Zuletzt sind die Radunfälle in Graz wieder leicht angestiegen. Mit 516 Verletzungsunfällen erreichte man nahezu den 2017 verzeichneten Höchstwert (Zahlen 2019, eine Bilanz 2020 gibt es noch nicht). Die meisten verunfallten RadlerInnen in der Steiermark gehören der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen an, gefolgt von den 50- bis 54-Jährigen. Hinter den „jungen SeniorInnen“ rangieren die „jungen Erwachsenen“ der 20- bis 24-Jährigen.

„Wir brauchen in Graz mehr Platz für die RadlerInnen. Mehr Platz bedeutet auch mehr Sicherheit – und Schutz für die RadlerInnen ist gleichzeitig Schutz für das Klima“, bringt es Schwentner auf den Punkt.

Mangelnde Seitenabstände, abrupt geöffnete Autotüren und andere Unzulänglichkeiten stellen für RadfahrerInnen eine große Gefahr dar. Deutschland geht hier mit gutem Beispiel voran und hat seine Straßenverkehrsordnung an die veränderten Gegebenheiten bereits angepasst. So etwa muss beim Überholen mindestens ein Seitenabstand von innerorts 1,5 m und außerorts 2 m zu FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen eingehalten werden, so Pinter und Schwentner, die in dieser Sache in engem Austausch mit Grazer Fahrradinitiativen stehen und die nun mit einer neuen Idee für „mehr Abstand“ sorgen wollen.

Konkret: Sowohl in Deutschland als auch in Österreich befinden sich gerade mehrere Projekte, die sich mit Abstandsmessung beschäftigen, kurz vor der Markteinführung. Eine deutsche Firma will noch vor dem Sommer eine „Dashcam“ namens „Dashbike“* (https://www.dashbike.de/de/) herausbringen, die nicht nur den Abstand misst, sondern, im Fall eines Unfalls, auch gerichtlich verwendbare Daten- und Videoaufzeichnungen per App liefert.

Die Grünen kündigen an, die ersten zwanzig Stück Dashbikes österreichweit zum Start nach Graz zu bringen und gratis zu verleihen – schon jetzt kann man sich per Mail an alexander.pinter@gruene.at dafür auf die Warteliste setzen lassen.

*Die Dashbike, eine spezielle Dashcam für FahrradfahrerInnen mit Abstandsmesser und vielen weiteren Funktionen, wird allen technischen und datenschutzrechtlichen Bestimmungen gerecht und kann zur Geltendmachung von Ansprüchen vor Gericht als Beweismittel herangezogen werden. Die Zulässigkeit und Datenschutzkonformität der Dashbike wurde durch ein umfassendes und eigens dafür angefertigtes Rechtsgutachten bestätigt.