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Luftgüte: ÖVP und SPÖ wollen Emissionskataster nicht aktualisieren!

Anlässlich des Rechnungshofberichts über die (desaströse) Luftgüte in der Steiermark forderten die Grünen heute im Landtag die (regelmäßige) Aktualisierung des Emissionskatasters sowie die Ermittlung der gesamten luftschadstoffbedingten Gesundheitskosten für die Steiermark ein: Seit 2008 wurde der Emissionskataster nicht mehr aktualisiert, wie der Rechnungshof kritisiert hatte: Die Daten des Emissionskatasters basieren auf Luftschadstoffwerten aus dem Jahr 2001 (!) und damit auf bereits 20 Jahre alten Daten, wie der Grüne Gesundheitssprecher LAbg. Georg Schwarzl in Erinnerung rief.

Er forderte heute das Ende dieses „Blindflugs“, denn „die Luftqualität hat einen massiven Einfluss auf die Gesundheit“ – als ein Beispiel dafür führte er chronische Erkrankungen an: „Wir im Landtag sind in der Verantwortung, den Steirerinnen zu ermöglichen, Teil der Lösung zu werden statt die Verantwortung abzuschieben.“

Der Grüne Verkehrssprecher LAbg. Lambert Schönleitner drängte in seiner Rede auf schnelle Umsetzung bei der Verbesserung des öffentlichen Verkehrs – der Bericht zeigt, dass man endlich etwas tun muss: „Wir brauchen ein Top-Verkehrssystem“, forderte er: „Der Verkehr, der zwischen Umland und Graz stattfindet, ist das größte Problem – ich bin sehr froh, dass jetzt in Graz über den öffentlichen Verkehr breit diskutiert wird.“ Grundsätzlich brauche es aus Grüner Sicht einen Systemwechsel, verwies Schönleitner auch auf die aktuellen Diskussionen zum Ausbau der B70: „40 Hektar Boden für einen Verkehrszubringer in die Landeshauptstadt zu versiegeln zu versiegeln ist nicht die richtige Antwort…“

Apropos nicht die richtige Antwort: ÖVP, SPÖ und FPÖ lehnten den Grünen Antrag eben ab.