Leitspital: Neustart nach Pleiten-, Pech- und Pannenserie

Mit deutlichen Worten drängte der Grüne Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner heute im Landtag auf einen „Neustart für die Gesundheitsversorgung im Bezirk Liezen“: Er sprach von einer beispiellosen Pleiten-, Pech- und Pannenserie der Regierung in Bezug auf das Leitspital und erinnerte auch an das deutliche Ergebnis der Volksbefragung: Zwei Drittel der Bevölkerung hatten – bei hoher Beteiligung – den Plänen ihr Vertrauen nicht ausgesprochen. Und dass trotz teurer Kampagnen.

Schönleitner warf der Regierung vor, die berechtigten Bedenken der Bedenken der Bevölkerung nie ernst genommen zu haben: „Beim alten Grundstück hieß es zuerst auch, es sei perfekt…“ Danach war es ein hochwassergefährdetes HQ30-Gebiet… „An diesem Punkt hätte man schon einen Neustart machen müssen“, so Schönleitner, doch die Regierung hat einfach gesagt, dass eine Volksbefragung rechtlich nicht bindend sei…

Einmal mehr fragte Schönleitner, wieso nicht naheliegenderweise Rottenmann zum neuen Leitspital aufgewertet werde: „Wenn Sie glauben“, wandte er sich direkt an Landesrätin Bogner-Strauß, „dass, wenn in der Mitte des Bezirks ein neues ,Schmalspur-Leitspital‘ errichtet wird, in dem es die gleichen Disziplinen geben wird, wie in den drei jetzigen Spitälern, dann alle Menschen im Bezirk zusammenströmen und ,Hurra, wir haben ein neues Spital!‘ rufen werden, dann ist das politisch naiv“, fand er klare Worte. Denn Gesundheitspolitik lasse sich nicht an starren Bezirksgrenzen festmachen, so Schönleitner. Außerdem erinnerte er daran, dass noch immer – insbesondere vor dem hohen Schuldenstand des Landes – die wichtigen Finanzierungsfragen nicht geklärt sind: „Wird es ein PPP-Modell? Leasing?“

„Wäre es nicht sinnvoll, jetzt zurück an den Start zu gehen?“, fragte Schönleitner Bogner-Strauß: „Wäre es nicht sinnvoll, sich jetzt Rottenmann genau anzuschauen?“ Aus Sicht der Grünen gäbe es jedenfalls „Klügeres für die Versorgung der Patientinnen und Patienten“ als das vorliegende Projekt.