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Landesrechnungshof unterstreicht Grüne Kritik an Gesundheitspolitik im Ennstal – Neustart gefordert um Versorgung sicherzustellen!

Scharfe Kritik an Einfluss-Verlust der KAGes, FachärztInnen- und Personalmangel und zu wenig Primärversorgung – Schwarzl und Schönleitner drängen auf Neustart für Gesundheitsversorgungspläne!

 

Der heute erschienene, 109 Seiten dicke, Bericht des Landesrechnungshofes (LRH) zum „Krankenanstaltenverbund Rottenmann-Bad Aussee“ hat es in sich und unterstreicht zahleiche Grüne Kritikpunkte an der steirischen Gesundheitspolitik, wie der Grüne Gesundheitssprecher LAbg. Georg Schwarzl und der Grüne Kontrollsprecher LAbg. Lambert Schönleitner festhalten. So fordert der LRH etwa deutlich beim geplanten neuen Leitspital: „Die Eingliederung in die KAGes wäre besser als komplizierte Struktur und Mitsprache durch Private“ – auch die Grünen haben diese geplante Konstruktion mit den Diakonissen schon häufig kritisiert, erinnert Schönleitner: „Die Landesregierung darf die gesundheitspolitisches Steuerung durch die KAGes nicht aus der Hand geben“, so Schönleitner.

Klare Worte findet der Landesrechnungshof auch am unzureichenden Ausbau der Primärversorgung: Es „wird empfohlen, in Zusammenarbeit mit der KAGes in Hinblick auf vermeidbare Krankenhausaufenthalte bei den hierfür zuständigen Stellen auf eine Verbesserung der Primärversorgung hinzuwirken und dementsprechende Analysen durchzuführen.“ „Das heißt: Die Landesregierung hat es bis heute nicht geschafft, eine niederschwellige wohnortnahe Gesundheitsversorgung sicherzustellen“, fasst es Schwarzl zusammen: „Angefangen von den psychologischen Angeboten bis zur hausärztlichen Versorgung fehlt es an Lösungen!“

Dazu passend sieht der LRH auch, dass sich der FachärztInnenmangel weiter verschärfen und auch durch das geplante neue Spital nicht gelöst werden wird. „Angesichts der jetzt schon bestehenden Probleme, Personal im Gesundheitsbereich zu finden, erkennt der Landesrechnungshof auch hier keinen konkreten Ausweg der Landesregierung aus der aktuellen Situation“, so der Grüne Gesundheitssprecher Schwarzl.

Für die Grünen ist nach dem Bericht einmal mehr klar: „Es braucht einen Neustart für die Gesundheitspolitik in der Region – einen Neustart, der neue Konzepte und Ideen für die Gesundheitsversorgung mit einbezieht und verbesserte Rahmenbedingungen mit denen sich die Gesundheitsversorgung weiterentwickeln kann“, so Schwarzl.