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Krautwaschl: „Herzlicher Dank an Renate Skledar für ihren Einsatz für Gerechtigkeit und für das hartnäckige Aufzeigen von Missständen im Umgang mit geschädigten PatientInnen“

Krautwaschl fordert Missstände nun rasch aufzuarbeiten: „Wie kann der KAGes-Vorstand jahrelang von 157 externen Gutachten reden, die die Qualität belegen würden – und am Ende kommt raus, dass es diese Gutachten gar nicht gibt?!“

„Als Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Landtag möchte ich mich bei Renate Skledar für ihren engagierten Einsatz für die Rechte von PatientInnen herzlich bedanken“, so die Grüne LAbg. Sandra Krautwaschl​. „Sie hat sich vom Gegenwind einflussreicher Persönlichkeiten im Gesundheitswesen nie beeindrucken lassen: Hartnäckigkeit bei der Suche nach Gerechtigkeit ist in Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit.“

Dass dieser Einsatz unverzichtbar ist, beweist gerade das sogenannte „Schadensmanagement“ der KAGes. „Die KAGes-Führung hat Fehler zu verantworten: Diese müssen aufgearbeitet werden, nicht nur von der Staatsanwaltschaft, auch vom Gesundheitslandesrat und vom Gesundheitsausschuss im Landtag“, so Krautwaschl.

Zwei Hauptkritikpunkte führt die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses an: Erstens die Vertuschung von Qualitätsmängeln und zweitens der unwürdige Umgang mit PatienInnen, die einen Schaden erlitten haben.

„Der KAGes-Vorstand hat offensichtlich den Gesundheitslandesrat, die PPO und die Öffentlichkeit getäuscht und die Unwahrheit verbreitet, um Qualitätsmängel herabzuspielen“ erläutert Krautwaschl:

Die angeblichen 157 externen Gutachten („157 Fälle von zwei Sachverständigen aus deutschen Herzzentren begutachtet … und keine Fehler festgestellt“), von denen der KAGes-Vorstand seit 2017 mehrfach als Beweis fehlerloser Arbeit an der Herzchirurgie sprach, existieren gar nicht. Die Einsichtnahme in diese Unterlagen wurde der PPO aus Datenschutzgründen stets verweigert. Nach derzeitigem Erkenntnisstand – wie es Recherchen im „Falter“ und in der „Kleinen Zeitung“ belegen - hat es diese Gutachten nie gegeben. Es sind stattdessen bloß neun externe Gutachten. „Die Verbreitung einer Unwahrheit versucht man seitens der KAGes nun als wörtlich `Missverständnis` herunterzuspielen. Da können wir in der Gesundheitspolitik des Landes nicht zur Tagesordnung übergehen und müssen über Konsequenzen reden“.

Statt die Kritik der Patientenanwältin zu respektieren, wurde seitens der KAGes ihre berechtigte Kritik als persönlicher Krieg gegen KAGes-Vorstand Tscheliessnigg dargestellt, um sie persönlich zu diskreditieren, kritisiert Krautwaschl: „Der Umgang mit PatientInnen, die einen Schaden erlitten haben, ist unwürdig und entspricht nicht im geringsten einer zeitgemäßen Fehlerkultur: Wenn Gutachten nicht das für die KAGes gewünschte Ergebnis bringen, werden sie mit einem weiteren Gutachten bekämpft. PatientInnen, die Ansprüche geltend machen wollen, wurde mit Klagen gedroht.“

Und: „Es gibt keine Entschuldigungskultur. Ein – auch verschuldensunabhängiges ,Es tut uns leid‘ kommt der KAGes nicht über die Lippen.“ (5. Juni 2019)


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