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Klimaschutz-„Dringliche“ morgen im Landtag: Grüne fordern Aus für Ölheizungen und Forcierung von wirkungsvollen Maßnahmen

„Noch können wir die Klimakatastrophe stoppen!“

Die drohende Klimakatastrophe wird morgen Nachmittag im Mittelpunkt der Landtagssitzung stehen, denn die Grünen bringen zum „Zukunftsthema Nummer eins“ eine „Dringliche Anfrage“ ein (alle Details dazu hier​).

Laut aktueller Analyse der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wird dieser Sommer unter die vier wärmsten Jahre der 252-jährigen Messgeschichte kommen. In den meisten Regionen gab es bereits doppelt bis dreimal so viele Hitzetage wie im Durchschnitt. Fest steht, dass 2018 die Reihe der ungewöhnlich warmen Jahre fortsetzt: „Unter den 20 wärmsten Jahren der gesamten 252-jährigen Messgeschichte liegen 14 in den 2000-er-Jahren. Die sieben wärmsten Jahre der Messgeschichte sind derzeit 2014 (+1,7 °C über dem Mittel 1981-2010), 2015 (+1,4 °C), 1994 (+1,2 °C) sowie 2016, 2007, 2002 und 2000 (jeweils +1,0 °C über dem Mittel)“, zitiert die Grüne Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl​ ZAMG. „Noch können wir die Klimakatastrophe verhindern. Der Landtag hat im Jänner 2018 die Klima- und Energiestrategie Steiermark 2030 beschlossen, der darauf aufbauende Aktionsplan, der die Ziele konkret umsetzen soll, steht allerdings noch aus“, kritisiert Krautwaschl.

 

Mit Entschließungsanträgen wird Krautwaschl am Dienstag eine Forcierung von wirkungsvollen Klimaschutzmaßnahmen einfordern, zum Beispiel:

  • die Mittel im Landesbudget für Klimaschutzmaßnahmen signifikant zu erhöhen,
  • im Bereich der Gebäudesanierung eine jährliche Sanierungsrate von 4% umzusetzen,
  • ein 365 Euro Öffi-Jahresticket nach dem Vorbild von Wien und Vorarlberg einzuführen,
  • eine Nahverkehrsoffensive in der Steiermark und vor allem im Ballungsraum Graz und Umgebung voranzutreiben, und
  • an die Bundesregierung heranzutreten und diese aufzufordern, einen Gesetzesvorschlag für eine aufkommensneutrale ökologische Steuerreform im Nationalrat einzubringen.

Außerdem fordern die Grünen ein Aus für Ölheizungen im Neubau: Die Landesregierung solle eine entsprechende Gesetzesvorlage einbringen – als Vorbild dient Niederösterreich: Dort wurde im Vorjahr ein Landesgesetz beschlossen worden, mit dem der Einbau neuer Ölheizungen in Neubauten ab 2019 verboten wird. „Ölkessel sind die klimaschädlichsten Heizkessel“, warnt die Grüne Energiesprecherin LAbg. Lara Köck​: In einem unsanierten Gebäude kommt ein Öl-Brennwertgerät auf CO2-Emissionen von gut zehn Tonnen pro Jahr, das zeigt eine aktuelle Berechnung der Österreichischen Energieagentur. Zum Vergleich: Ein/e durchschnittliche/r ÖsterreicherIn verursacht derzeit etwa neun Tonnen CO2 pro Jahr. Dabei enthalten sind Mobilität, Stromverbrauch, Raumwärme, Industrie-Produktion sowie Emissionen aus der Abfallwirtschaft und landwirtschaftlicher Produktion.

 

Es gibt in der Steiermark ca. 165.000 Ölheizungen in privaten Haushalten (in Österreich 800.000) - gemessen an 530.000 Haushalten ist das ein sehr hoher Wert ist… (22. Oktober 2018)


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