fbpx

Klimabericht morgen im Landtag: Grüne drängen auf Nachschärfungen bei steirischen Klimazielen

Steiermark muss schon 2040 klimaneutral werden: „Die Klimaerwärmung wird sich nicht an unsere starren, langfristigen Pläne zu ihrer Eindämmung anpassen. Effektive Klimastrategien müssen flexibel und dynamisch sein, um schnell auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. Kipp-Elemente im Klimasystem) sowie insuffiziente Emissionsreduktionskurven reagieren zu können!“

 

Der aktuelle Klimaschutzbericht, der morgen auf der Landtagstagesordnung steht (TOP 13) zeigt zwar gewisse Teilerfolge der steirischen Klima- und Energiestrategie auf, die prognostizierten Zielpfade für 2030 bezüglich Emissionsreduktion, Energieeffizienz und Ausbaurate von Erneuerbaren Energien zeigen aber die deutliche Diskrepanz zwischen tatsächlicher und notwendiger Entwicklung, formuliert es Grünen-Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl. „Wie in dem Bericht festgestellt wird, ,sind zukünftig eine deutliche Steigerung der Aktivitäten und konkreten Klimaschutzmaßnahmen in allen klimarelevanten Bereichen zur Senkung der Treibhausgasemissionen notwendig, vor allem, da die Emissionen in den Jahren 2016 und 2017 zugenommen haben‘“, zitiert sie und bringt daher in der morgigen Landtagssitzung einen Entschließungsantrag (siehe anbei) ein, mit dem sie „Nachschärfungen bei den steirischen Klimazielen“ fordert: „Die Landesregierung wird aufgefordert, die Klima- und Energiestrategie durch Implementierung engagierterer Ziele und Maßnahmen in den einzelnen Teilbereichen (Treibhausgasemissionen, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien) auf eine Klimaneutralität der Steiermark bis zum Jahre 2040 auszurichten“, so der Grüne Antragstext.

„Die Klimaerwärmung wird sich nicht an unsere starren, langfristigen Pläne zu ihrer Eindämmung anpassen“, so Krautwaschl. „Effektive Klimastrategien müssen vielmehr selbst flexibel und dynamisch sein, um schnell auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse (z.B. Kipp-Elemente im Klimasystem) sowie insuffiziente Emissionsreduktionskurven reagieren zu können. Diesem Umstand Rechnung tragend hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unlängst eine Nachschärfung der EU-Klimaziele, mit einer anvisierten Treibhausgasreduktion um 55% bis 2030 (statt bisher 40%), Basierend auf neuen Untersuchungen sei dies nötig, um das deklarierte Ziel, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen, überhaupt erreichen zu können.“

Auf nationaler Ebene hat die Bundesregierung ebenfalls eine progressive Adaption ihrer Klimastrategie unternommen, indem man sich von den europäischen Plänen emanzipiert hat und die österreichische Klimaneutralität bereits zehn Jahre früher (2040) anstrebt. „Eine diesbezügliche Umsetzung ist allerdings nur realistisch, wenn alle Bundesländer an einem Strang ziehen“, betont Krautwaschl.