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Hohe Corona-Mortalitätsrate in der Steiermark muss aufgeklärt werden und zu krisensicheren Verbesserungen im Pflegebereich führen!

In keinem Bundesland sterben mehr Menschen an Corona als in der Steiermark – Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl fordert, dass jetzt endlich der dringend notwendige Umbau im steirischen Pflegesystem in Angriff genommen wird: „Schutz aller Betroffenen muss sichergestellt werden!“

 

Wie schon im Frühjahr ist auch jetzt die Steiermark leider wieder an der Spitze der Corona-Mortalitätsrate im Österreichvergleich – die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl, die dieses Problem schon vor dem Sommer zum Thema gemacht hatte, fordert heute Landesrätin Juliane Bogner-Strauß auf, diese Zahlen endlich ernst zu nehmen. Im Frühjahr hatte die Landesrätin, auch im Rahmen einer Grünen „Dringlichen Anfrage“, nur auf die Altersstruktur in der Steiermark verwiesen.

Nun in der „zweiten Welle“ zeigt sich, dass sich in der Steiermark hier gar nichts verbessert hat, so Krautwaschl mit Blick auf das aktuelle COVID19-Dashboard der AGES (https://covid19-dashboard.ages.at/dashboard_Tod.html).

Pro 100.000 EinwohnerInnen sind in der Steiermark 28 Corona-Todesfälle zu beklagen – das sind um acht mehr, als im Österreich-Durchschnitt. Zum Vergleich: In Wien sind es statistisch 25,7, in Oberösterreich 19,3, in Salzburg nur 12,9.

„Die von uns im Frühjahr dringend eingeforderte sachliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik hat leider nicht stattgefunden“, kritisiert Krautwaschl, die einen klaren Zusammengang zwischen den schlimmen Todeszahlen und der Schieflage im steirischen Pflegesystem sieht – bekanntlich ist die steirische Struktur viel zu pflegeheimlastig, gleichzeitig gibt in keinem anderen Bundesland so wenig mobile Pflege und Unterstützungsangebote. Krautwaschl fordert daher – auch im Sinne des gerne zitierten „Lernen aus der Krise“ – dass jetzt endlich der dringend notwendige Umbau in der steirischen Pflege in Angriff genommen wird. „Wir brauchen in faires, gerechtes und krisensicheres Modell in der Pflege, denn Pflege ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und eine Frage der Würde“, so die Grüne Klubobfrau: „Unser jetziges System ist fehlgesteuert, wir bräuchten jedoch eine politische Steuerung, die den Schutz der Betroffenen sicherstellt.“

Kurzfristig braucht es aber auch, wie gestern von den Grünen im Landtag gefordert, einen Krisenpersonalpool und einen SpringerInnenpool, damit das Pflegepersonal entlastet wird.

Und: Krautwaschl will von Bogner-Strauß wissen, was aus ihrer vor dem Sommer angekündigten Sommerakademie mit mindestens 12 Workshops in den Regionen in der Pflege wurde, bei denen die Themen Personal- und Ressourcenplanung „gut besprochen“ werden würden, wie die Landesrätin Anfang Juli im Juli angekündigt hatte.

Abschließend hält Krautwaschl noch einmal fest: „Wir brauchen einen krisenfesten und langfristigen Umbau der Pflege in der Steiermark!“