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Heutiger Welt-AIDS-Tag: HI-Virus bekämpfen, nicht Menschen!

„Bekämpfen wir das Virus und nicht davon betroffene Menschen“, sagt der Grüne Gesundheitssprecher LAb. Georg Schwarzl anlässlich des Welt-AIDS-Tages am heutigen 1. Dezember. Noch immer würden Menschen mit HIV/AIDS-Diskriminierung und Stigmatisierung erfahren. „Setzen wir dem Tabu endlich ein Ende. Neben gezielten und kostenfreien Testangeboten braucht es mehr Aufklärung und sexuelle Bildung, um dem Stigma entgegenzutreten“, unterstützt Schwarzl die Forderungen der österreichischen Aids-Hilfen nach zielgerichteten Testungen und mehr Aufklärung.

„Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass HIV global gesehen immer noch eine riesige Herausforderung für die Staatengemeinschaft ist: Weltweit infiziert sich alle 100 Sekunden ein Kind mit HIV, 13 Millionen Menschen mit HIV haben noch immer keinen Zugang zu notwendigen Medikamenten. Oft ist die grundlegende medizinische Versorgung nicht gewährleistet“, so Schwarzl. Der Zugang zu überlebensnotwendigen Medikamenten und medizinischen Leistungen habe sich durch die Covid-19-Pandemie weiter verschärft. „Umso wichtiger ist es, dass Österreich seine internationalen Verpflichtungen ernst nimmt. Die steigenden Mittel für internationale Organisationen sind ein wichtiges Signal, aber nicht das Ende der Fahnenstange. In Zukunft müssen wir den Weg der internationalen Solidarität umso konsequenter weitergehen“, betont Schwarzl. Die österreichischen Beiträge an internationale Organisationen betragen für das Jahr 2020 insgesamt 542 Millionen Euro. Sie liegen damit um 47,6 Millionen Euro bzw. 9,6 Prozent über den im Jahr 2019 veranschlagten Beiträgen (494,8 Millionen Euro). An dieser Stelle kritisiert Schwarzl freilich, dass in der Steiermark Landesrätin Bogner-Strauß heuer dem Verein „STOP AIDS“ die 3.000 Euro Förderung für Präventionsarbeit gestrichen hat – aus Grüner Sicht nicht nachvollziehbar: „Effiziente HIV-Prävention spart jedoch gerade finanziell sehr viel!“

Ein weiteres Problem sehen die Grünen in der andauernden Diskriminierung von Menschen mit HIV oder ganzer Gruppen, die besonders betroffen sind: „Vielerorts werden diese diskriminiert, isoliert und wie Aussätzige behandelt. Eine menschenrechtsbasierte Gesetzgebung, Zugang zu Medizin und Präventionsarbeit sind deshalb unser aller Auftrag. Laut UN leben 38 Millionen Menschen weltweit mit dem Virus. Nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung kann es gelingen, den Kampf gegen HIV/AIDS zu gewinnen. Das diesjährige Motto von UNAIDS heißt deshalb auch „Global Solidarity, Shared Responsibility“ – und wirbt somit für weltweite Solidarität und Mitverantwortung“.