Heutiger Tag des Artenschutzes: „Gemeinsam mit der Klimakrise das wichtigste Thema unserer Zeit“ – Artenschutz muss höheren Stellenwert in der Raumplanung bekommen!

Am heutigen „Tag des Artenschutzes“ macht die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl mit deutlichen Worten auf das fortschreitende Artensterben aufmerksam: „Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist zwölf!“

„Gemeinsam mit der Klimakrise ist das das wichtigste Überlebensthema unserer Zeit“, so Krautwaschl: „Weltweit stehen eine Million Arten vor dem Aussterben, es droht das größte Systemversagen der Menschheitsgeschichte.“

Betonierte asphaltierte Flächen und Rasenroboter dominieren heutzutage, die blühenden Wiesen werden immer weniger, so Krautwaschl: „Die Anzahl der Schmetterlinge ist seit den 90er Jahren bei uns halbiert worden, Bienen und Vögel sind bei uns seit Mitte der 80er Jahre zur Hälfte verschwunden.“

„Der Verlust an Artenvielfalt bedroht inzwischen die Lebensgrundlage der Menschen selbst – es geht um unser eigenes Überleben“, warnte Krautwaschl vor einem „Kollaps, wenn wir so weitermachen.“ Ihr Fazit: „Das, was bisher getan wurde, reicht nicht. Feigenblätter oder grüne Mäntelchen, mit denen sich die Politik gerne schmückt, reichen auch nicht“, so Krautwaschl: „Es braucht Gegenmaßnahmen auf allen Ebenen, es braucht einen Systemwandel – dann lassen sich das Artensterben und auch die Klimakrise noch aufhalten!“ Und das ist dringend notwendig, denn „ohne Artenvielfalt gibt es keine Zukunft!“ Darum werden die Grünen auch 2021 das Thema wieder in den Mittelpunkt der Landtagsarbeit stellen – zum Beispiel mit einer Initiative für eine Reform der Raumordnung, die bereits eingebracht wurde: Der Flächenverbrauch in der Steiermark ist bekanntlich enorm – täglich wird Boden im Ausmaß von ca 2,7 ha versiegelt. „Das bedeutet nicht nur katastrophale Auswirkungen in Form von lokalen Überschwemmungen aufgrund mangelnder Versickerungsmöglichkeit bei (auch klimaveränderungsbedingt) immer häufiger werdenden Stark-Niederschlagsereignissen, sondern auch, dass Natur und Umwelt, respektive ansässige Arten (Pflanzen wie auch Tiere) ihres Raumes beraubt und immer weiter zurückgedrängt werden. Daher muss in der Raumplanung den Aspekten des Umwelt-, des Natur- und des Artenschutzes ein höherer Stellenwert eingeräumt werden“, so Krautwaschl.