Gewesslers Kreislaufwirtschaftspaket ist wichtiger Schritt im Kampf gegen die Klimakrise – Grüne starten neue Mehrweg-Initiative auch im steirischen Landtag

Das heute von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler vorgestellte Kreislaufwirtschaftspaket bezeichnet die Landtagsklubobfrau der steirischen Grünen, Sandra Krautwaschl, als „sehr wichtigen Schritt im Kampf gegen die Klimakrise, denn Abfallvermeidung ist der effizienteste Weg, um die Ressourceneffizienz zu verbessern und die Umweltauswirkungen von Abfällen zu verringern. Als Folge von Wiederverwendung müssen keine neuen Produkte erzeugt bzw. in Verkehr gebracht werden, was zur Ressourcenschonung führt. Dies bewirkt auch eine Reduktion von Emissionen“: Die neue Regelung im AWG soll zu einer Steigerung der in Mehrweg verkauften Getränke in Österreich führen, wobei durch eine Erhöhung des Angebots den KonsumentInnen mehr Wahlfreiheit gegeben und gleichzeitig dem Handel ein flexibler Gestaltungsspielraum ermöglicht werden soll.

„Gleichzeitig muss auch in der Steiermark gehandelt werden“, fordert Krautwaschl und startet daher jetzt eine neue Landtagsinitiative in der sie die Landesregierung auffordert, aktiver zu werden. Im Detail: Die Grünen fordern eine Änderung des steirischen Abfallwirtschaftsgesetzes, damit das Land bei seinen eigenen Beschaffungen von Arbeitsmaterial und Gebrauchsgütern „im Hinblick auf die Zielsetzung der nachhaltigen Abfallvermeidung und -verwertung solche Materialien auswählt, die bei der Sammlung und Behandlung als Abfall eine möglichst geringe Umweltbelastung hervorrufen“. Und: Bei größeren Veranstaltungen, bei denen Speisen oder Getränke ausgegeben werden, sollen verpflichtend Mehrweggebinde verwendet werden. Außerdem soll der Landtag sich bei der Bundesregierung für die Einführung eines Pfandsystems stark machen.

„Salzburg und Oberösterreich haben bereits vorbildliche Gesetze beschlossen, bei denen sich die Länder selbstverpflichten, ressourcenschonender einzukaufen“, verweist Krautwaschl: „Es gibt hier also keine Ausreden für die Landesregierung!“