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Geplantes Kraftwerk an der Schwarzen Lafnitz: „Dieses Projekt wird die Klimakrise nicht retten!“

"Wenn es um das öffentliche Interesse Wasserkraft geht, wird meistens der Naturschutz hintenangestellt", kritisierte LAbg. Krautwaschl.

Das geplante Kraftwerk an der Schwarzen Lafnitz stand heute Nachmittag nach einem Grünen Antrag auf der Landtagstagesordnung. Für die Grüne Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl ist klar: „Dieses kleine Kraftwerk wird uns nicht die Klimakrise retten, hier soll trotzdem sehr viel wunderschöne Natur geopfert werden!“

Dazu kommt: „Erstmalig österreichweit müssten für dieses Projekt Zwangsmaßnahmen gegen öffentliches Gut ergriffen werden – das diesbezügliche Verfahren ist noch nicht entschieden“, berichtete Krautwaschl. Und die Grüne erinnerte: „Im Mai 2015 wurde von der Landesregierung das Regionalprogramm zum Schutz von Gewässerstrecken verordnet. In den Erläuterungen zur Verordnung ist festgehalten: ,Die Steiermark verfügt nur mehr über eine geringe Anzahl an intakten Gewässerstrecken. Der Zweck der Verordnung ist der Schutz dieser Gewässerstrecken mit besonderer Bedeutung‘. Die Schwarze Lafnitz wurde im Regionalprogramm als ökologische Vorrangstrecke festgelegt, was de facto heißt, dass hier keine Querbauwerke errichtet werden dürfen. Allerdings wurde der ursprüngliche Entwurf der Gewässerschutzverordnung noch abgeändert und laufende Verfahren, wie das an der Schwarzen Lafnitz, wurden ausgenommen…“

Wenn es um das öffentliche Interesse Wasserkraft geht, wird meistens der Naturschutz hintenangestellt, kritisierte Krautwaschl – doch als bei der 3. Piste in Wien das Gericht plötzlich anders entschieden wurde, haben alle Landeshauptleute auf einmal aufgeschrien.

Krautwaschl forderte heute, dass die Landes-Abteilungen Wasserrecht und Wasserwirtschaft viel enger und besser zusammenarbeiten müssen – und dass die Empfehlungen der Wasserwirtschaft auch in die Bewertungen der Projekte einfließen müssen. (16. Mai 2017)

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