Geplanter Hühnermastbetrieb in Trofaiach abgewiesen: Standort ungeeignet!

Erfreuliche Nachrichten für die AnrainerInnen eines umstrittenen geplanten Hühnermastbetriebs in Trofaiach: Der Antrag des Projektwerbers ist per Bescheid von der Gemeinde abgewiesen worden, begründet wird das insbesondere damit, dass der Standort als ungeeignet erachtet wird.

Diese Entscheidung stößt bei den Grünen, die die Causa ja auch bereits in den Landtag gebracht haben, auf große Freude: „Ich begrüße das ausdrücklich und möchte mich bei der Bürgerinitiative und insbesondere bei BI-Sprecherin Tina Sumann bedanken, deren Arbeit maßgeblich zur Abweisung geführt hat“, so der Grüne Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner, der auch auf die klaren Aussagen der Gutachten für den Bescheid verweist. Das Geruchsgutachten hatte festgestellt, dass es durch das Projekt zu „relevanten Geruchsbelastungen im benachbarten Wohngebiet“ käme, das raumplanerische Gutachten hält fest, dass sich das geplante Objekt „keinesfalls in die gegebene Landschaft wie auch Topografie“ einreiht ein; Bauwerk werde nach Ansicht des raumplanerischen Sachverständigen „willkürlich auf die ‚Grüne Wiese‘ gesetzt“.

„Als Gemeinderätin von Trofaiach bin ich sehr froh, dass die Baubehörde im Sinne der AnrainerInnen in Edling/Seizerstraße entschieden hat, keine Baubewilligung für eine Hühnermastfabrik zu erteilen“, betont die Grüne Gemeinderätin Eveline Neugebauer. „Im Stadtentwicklungskonzept hat der Gemeinderat 2014 festgelegt, dass Edling ein Siedlungsgebiet ist, in dem die Wohnnutzung der landwirtschaftlichen Nutzung übergeordnet ist. Und dass Nutzungskonflikte zu vermeiden sind, wobei in diesem Fall die Wohnsiedlung schon lange besteht und die Mastfabrik auf der ,grünen Wiese‘ weit weg vom Hof gebaut worden wäre. Der Schutz der Menschen vor Geruchsbelästigung und Gesundheitsgefährdung ist uns wichtig, aber auch aus Sicht des Tierschutzes ist die Turbomast von Küken zu verhindern.“ Aus Grüner Sicht muss danach getrachtet werden, die Landwirtschaft dabei zu unterstützen, in eine tierwohlgerechte und qualitative Produktion zu gehen.

Die Grünen gehen davon aus, dass sich das geplante Projekt mit diesem Bescheid „erledigt hat“, so Schönleitner, auch wenn dem Projektwerber noch der Beschwerdeweg zum Landesverwaltungsgericht offensteht: „Die deutlichen Ergebnisse der Gutachten werden sich nicht mehr ändern“, so der Grüne Abgeordnete: „Wenn ein Standort nicht geeignet ist, dann wird er auch durch eine Bescheidbeschwerde nicht besser geeignet.“ Wichtig ist aus Grüner Sicht auch, jetzt dem Landwirt reinen Wein einzuschenken und ihm nicht weiter Hoffnungen auf den Bau zu machen.

Diese klare Entscheidung hat, so Schönleitner, auch steiermarkweit Aussagekraft: „Das ist ein wichtiger Meilenstein, weil damit gezeigt wurde, dass man nicht an jedem Standort derartige Massentierhaltungsbetriebe bauen kann, vor allem dann nicht, wenn sie Wohngebiete massiv beeinträchtigen.“