Geplante Chalets am Leopoldsteiner See gesetzeswidrig – richtungsweisende Entscheidung für die gesamte Steiermark!

Paukenschlag: Nach einer Landtagsanfrage des Grünen Abgeordneten Lambert Schönleitner steht jetzt fest: Das geplante Chaletdorf am Leopoldsteiner ist gesetzeswidrig!

Im Detail schreibt Landesrätin Ursula Lackner in ihrer brandaktuellen Anfragebeantwortung: „Im aufsichtsbehördlichen Verordnungsprüfungsverfahren wurde festgestellt, dass der Bebauungsplan wegen fehlender natürlicher Baulandvoraussetzungen (Lawinengefahr) und wegen Widerspruchs zu den Zielsetzungen des Landschaftsschutzgebietes Nr. 20 (LS 20) mit Gesetzwidrigkeit behaftet ist.“ Das Land habe die Gemeinde Eisenerz bereits aufgefordert, den Bebauungsplan aufzuheben.

Die Grünen, die aktuell ja auch eine große Initiativen „gegen den Wildwuchs an Zweitwohnsitzen und Chalets“ eingebracht haben, freuen sich sehr über diese Entscheidung, so Lambert Schönleitner: „Ich gehe davon aus, dass das Projekt damit endgültig gestorben ist und kein neuer Versuch durch irgendeine Hintertür gestartet wird.“ Er betont: „In diesem Fall zeigt sich, dass die Schutzkategorie eines Landschaftsschutzgebietes stark genug war, um eine derartige Entwicklung zu verhindern – das belegt, dass die genehmigenden Behörden sehr wohl die Möglichkeit haben, mit der Schutzkategorie des Landschaftsschutzgebietes solche negativen Entwicklungen zu verhindern. Das ist richtungsweisend für viele andere Projekte in der Steiermark!“

Gleichzeitig kritisiert Schönleitner die aktuelle Lage in der Steiermark: „Seit über 15 Jahren kommt es in der Steiermark zu einem markanten Anstieg an diesen touristisch genutzten Chalets bzw. Feriendörfern. Sie entstehen in den touristisch attraktiven Regionen der Steiermark, das heißt je unberührter die Landschaft, desto höher das Interesse potentieller InvestorInnen. Diese besorgniserregende Entwicklung führt zu immer weiterer Flächenversiegelung, zu mehr Verkehr, zu problematischen Eingriffen in das Landschaftsbild, zur Zerstörung intakter Naturräume, infolgedessen zu einem weiteren Rückgang der Biodiversität, zu galoppierenden Grundstückspreisen und damit zu unerschwinglichen Wohnpreisen für Einheimische. Dieser Wildwuchs muss gestoppt sein!“ Im März werden im zuständigen Unterausschuss nach der Grünen Gesetzesinitiativen erste Gesetzesvorschläge der Landesregierung erwartet.