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am 8. August

Nach dem 3. Platz: Rückenwind der Frauen-Euro für mehr Geld für Frauensport nützen!

Lara Köck - Land Steiermark verfehlt zur Zeit sogar das eigene Budget-Sollziel.

Seit langem fordern wir Grüne bereits eine gerechtere Aufteilung der Fördermittel für Frauen- und Männersport. Doch obwohl die ,Sportstrategie 2025‘ des Landes Steiermark das offizielle Ziel hat, ,mehr Menschen zum Sport‘ zu bringen und dabei vor allem einen Fokus auf Frauen zu legen, verfehlt das Land zur Zeit mit 35,59 % Anteil von Förderungen für Frauen-Spitzenteams sogar das eigene Budget-Sollziel von 37 Prozent…

 

Im letzten Landtag vor dem Sommer fand eine entsprechende Grüne Initiative keine Mehrheit, „aber vielleicht überdenken die Landesregierungsparteien ihre Haltung aufgrund des sensationellen Abschneidens des ÖFB-Team ja“, hofft unsere Abgeordnete Lara Köck​: „Wann, wenn nicht jetzt?“

 

In einer Stellungnahme zur Grünen Initiative sah der zuständige Sport-Landesrat Lang zuletzt noch keine Notwendigkeit, den Anteil für Frauensportteams zu erhöhen. In dieser Antwort wird die bestehende Ungleichbehandlung bei Spitzensportförderungen auch damit begründet, dass die Kosten in den Budgets von Männervereinen deutlich höher sind als die von Frauenvereinen. „Die Kosten in Männervereinen sind allerdings auch deswegen höher, weil Männer traditionell mehr bezahlt bekommen. Hier wird also die Förder-Ungleichheit mit Ungerechtigkeit begründet: Männer und Männervereine bekommen mehr, daher können sie auch mehr ausgeben, daher bekommen die Spieler und Trainer mehr Geld als in Frauenvereinen und daher sind wiederum die Kosten höher“, so Köck.

 

Die durchaus richtige Beschreibung der Ist-Situation („Es ist festzuhalten, dass diese Positionen bei der Herrenmannschaft im Vergleich zur Damenmannschaft generell höher sind.“) wird „in völliger Verkehrung der Systemzusammenhänge als Begründung für die Ungleichbehandlung verwendet. Es wird die Folge mit der Ursache verwechselt. Und es wird nicht erwähnt, dass Frauenvereine sparsamer agieren und somit im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen auf unterstützende Rahmenbedingungen verzichten müssen“, kritisiert Köck weiter und fordert: „Es muss gerade dem Selbstverständnis der öffentlichen Hand entsprechen, derartige Benachteiligungen zu beheben und dafür zu sorgen, dass Frauen wie Männer gleiche Voraussetzungen vorfinden, um auf professionelle Art und Weise ihrem Mannschaftsport nachgehen zu können. Diese strukturelle Diskriminierung muss beendet werden!“

 

Um Frauen-Teamsport stärker in den Blickpunkt zu rücken, hatte Lara Köck gemeinsam mit der steirischen Grünen Nationalrats-Spitzenkandidatin Judith Schwentner​ und mit der Grazer Stadträtin Tina Wirnsberger​ zu Public Viewings der Frauen-Europameisterschaft in Graz geladen – und unzählige Interessierte folgten erfreulicherweise der Grünen Einladung, um das ÖFB-Team anzufeuern. Ein best of der Fotos findet ihr hier​.


WEURO17-Public Viewings: best of:

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