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Förder-Aus für Vollspalten-Ställe kann nur erster Schritt sein – großer Tierschutz-Handlungsbedarf auch in der Steiermark

18 Fragen zu gravierenden Missständen in der Steiermark: Grünen-Tierschutzsprecher LAbg. Georg Schwarzl bringt umfangreiche Landtagsanfrage an Landesrat Seitinger ein.

 

Das angekündigte Förder-Aus für Vollspalten-Ställe „kann nur ein erster Schritt sein: Unser Ziel ist das gänzliche Aus für diese Tierhaltungsform“, bringt es der Grüne Tierschutzsprecher LAbg. Georg Schwarzl auf den Punkt. Außerdem verweist er heute darauf, „dass auch in der Steiermark sehr großer Handlungsbedarf um Tierschutz herrscht: Die Steiermark hat eine mehr als traurige Bilanz an gravierenden Missständen im Bereich Nutztierhaltung.“

Ein Punkt, der dringend auf die Agenda gehört, ist „eine engmaschigere Überprüfung der Betriebe, um eine dauerhafte Qualitätssteigerung der Haltungsbedingungen und des Tierwohles zu gewährleisten“, so Schwarzl: „In der Steiermark können sich Betriebe einer (freiwilligen) Eigenkontrolle zum Beispiel durch den TGD (Verein Steirischer Tiergesundheitsdienst) oder die AMA unterziehen. Die Zahl der Schweine haltenden Betriebe in der Steiermark, welche am TGD-Programm teilnehmen, nimmt aber seit 2014 kontinuierlich ab“, so der Grüne, der nun eine umfangreiche Landtagsanfrage an Landesrat Seitinger eingebracht hat. Gleich 18 Fragen sind es, die nun beantwortet werden müssen – ein wichtiger Punkt dabei: die mit Beginn dieser Gesetzgebungsperiode vollzogene Übertragung der Zuständigkeit für die Landesveterinärdirektion und das Veterinärwesen (Tiergesundheitsdienst, Tierschutz, Fachaufsicht über AmtstierärztInnen etc.) vom Gesundheits- auf den Agrarlandesrat. „Aus gutem Grund sollte die Kontrolle nicht im Agrarressort angesiedelt sein“, so Schwarzl: „Es stellt sich die Frage nach den Gründen für diesen Wechsel und ob hier ein Verlust einer unabhängigen, objektiven Betriebsbewertung zu befürchten ist.“