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Endlich: Landesregierung stellt sich zum ersten Mal gegen Küken-Töten

Regierungsstellungnahme der Landesräte Seitinger und Lang im heutigen Ausschuss: Grüner Antrag gegen Schreddern und Vergasen von Küken wird „vollinhaltlich unterstützt“.

 

Schon lange kämpfen TierschützerInnen für ein Verbot des Schredderns und Vergasens von männlichen Küken (2018 sollen in Österreich fast 10 Millionen männliche Küken durch Gaszufuhr (CO2) oder maschinelles Schreddern getötet worden sein) – auch im Landtag Steiermark haben die Grünen schon mehrmals diesbezügliche Anläufe unternommen. Nun gibt es endlich Bewegung in die richtige Richtung: Als Antwort auf einen Antrag des Grünen Tierschutzsprechers LAbg. Georg Schwarzl gibt es im zuständigen Ausschuss heute Nachmittag zum ersten Mal eine unterstützende Stellungnahme der Landesregierung dazu. Die beiden Landesräte Seitinger und Lang halten darin fest: „Aus Sicht des Tierschutzes wird der Antrag vollinhaltlich unterstützt…Eine finanzielle Förderung von Früherkennungsmethoden zur Geschlechterbestimmung von Küken im Ei ist aus Sicht des Tierschutzes bzw. als tierwohlsteigernde Maßnahme vollinhaltlich zu unterstützen.“ Und: „Es stehen bereits Verfahren zur Früherkennung von Geschlechtern zur Verfügung (vielversprechende Ansätze und Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Brutei sind jedoch noch nicht praxisreif), mit deren Hilfe auch bereits, etwa in Deutschland, geprüfte Eier in Supermärkten angeboten werden. Denkbar wäre, eine finanzielle Unterstützung für die erforderliche Infrastruktur in den Brütereien zur Verfügung zu stellen, damit geschlechterbestimmende Verfahren getestet und anschließend in Großverfahren in den Regelbetrieb eingeführt werden.“

„Wenn Landesrat Seitinger, der ja auch Obmann des steirischen Bauernbunds ist, nun unsere Initiative unterstützt, kann sich auch Landwirtschaftsministerin Köstinger, die auch Vizepräsidentin des österreichischen Bauernbunds ist, einen Ruck geben: Die Zeit ist längst reif dafür!“, so Schwarzl: „Die massenhafte Tötung von männlichen Küken ist nicht nur unethisch sondern auch bereits vermeidbar“, verweist der Grüne Abgeordnete noch einmal auf Früherkennungsmethoden, die schon kurz vor der Serienreife stehen.