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Die Steiermark ist bei Deutschkursen für AsylwerberInnen österreichweites Schlusslicht – Landesrätin Kampus sieht keinen Handlungsbedarf

Nur 9 Prozent der AsylwerberInnen in der Steiermark sind in Sprachkursen – 2016 gab es noch einen Abdeckungsgrad von 60 Prozent. Die Grünen machten diesen massiven Rückgang heute im Landtag im Rahmen einer „Befragung“ zu Sitzungsbeginn zum Thema – Grünen-LAbg. Veronika Nitsche wollte von der zuständigen Landesrätin Kampus wissen, ob sie „im Sinne des ,Steirischen Wegs‘ ein eigenes Deutschkursangebot für AsylwerberInnen bereitstellen wird, wie das bereits in sieben anderen Bundesländern der Fall ist.“

Kampus verwies in ihrer Antwort grundsätzlich auf den Bund, das Land finanziere Deutschkurse für spezifische Zielgruppen – wie der Abdeckungsgrad wieder erhöht werden soll, verriet sie nicht. Es könne nicht sein, dass die Bundesländer dauerhaft dafür zahlen – dass sieben andere Bundesländer hier sehr wohl eigenständig aktiv geworden sind, ignorierte sie.

Nitsche ist mit der Antwort nicht zufrieden: „Die Steiermark hat von allen Bundesländern in dieser wichtigen Integrationsfrage den markantesten Rückfall – da kann eine Landesrätin nicht so tun, als ob sie das nichts anginge und als ob es keinen Handlungsbedarf gibt!“

Den ausführlichen Bundesländervergleich von SOS Mitmensch finden Sie hier mit allen Details.