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„Den Personenverkehr auf der Gleichenberger Bahn jetzt einzustellen gleicht einem Schildbürgerstreich“ – Grüne fordern Runden Tisch mit Gemeinden und Land

„Nach dem Elektrifizierungsvorhaben für die Ostbahn wäre das Kappen des Personenverkehrs auf diesem regionalen Personenverkehrsast von Feldbach nach Gleichenberg ein wirklicher Unsinn“, so der Grüne Verkehrssprecher LAbg. Lambert Schönleitner.

 

Während die ÖBB und Verkehrsministerin Leonore Gewessler erst vor kurzem mit dem neuen ÖBB-Rahmenplan gezeigt haben, wie wichtig und sinnvoll Investitionen in die Bahn sind, steht der Personenverkehr auf der Gleichenberger Bahn vor dem Aus. Die Gleichenberger Bahn ist die einzige Regionalbahn Österreichs, die derzeit für den Personenverkehr nicht attraktiviert sondern aktiv demoliert wird. Gerade jetzt werden in ganz Österreich Bahnverbindungen wieder hoch gefahren. Die Konkurrenz durch Dieselbusse wird im Gegenzug zurückgedrängt.

Landtagsabgeordneter Lambert Schönleitner, Verkehrssprecher der steirischen Grünen, bedauert, „dass der Einstellung des Personenverkehrs vor allem von ÖVP- und SPÖ-VertreterInnen aus der Region indirekt Vorschub geleistet wird, weil diese die Haltung des steirischen Verkehrslandesrates unreflektiert nachbeten und dauernd suggerieren, dass der Personenverkehr auf diesem Schienenast keinen Sinn mehr mache.“

„Ich fordere Landesrat Anton Lang auf, endlich Nägel mit Köpfen für eine Fortführung des Personenverkehrs auf der Gleichenberger Bahn zu machen. Nachdem es sich hier zu 100 Prozent um eine Verbindung der ,Steiermarkbahn‘ handelt, ist er in Hauptverantwortung muss die Einstellungspläne rasch stoppen. Das gesamte Projekt muss in Verbindung mit den geplanten Investitionen der Steirischen Ostbahn neu gedacht werden. Es braucht eine fixe Finanzierungszusage und eine Betriebsgarantie“, so Schönleitner, für den die Einstellung ein Schildbürgerstreich wäre.

Er fordert ein rasches „Gipfel-Gespräch mit allen beteiligten VerantwortungsträgerInnen zur Rettung der Gleichenberger Bahn: „Wir müssen Freizeit-, Personen- und Güterverkehr gemeinsam betrachten und nicht die eine Nutzung gegen eine andere Nutzung ausspielen. Es geht darum die Synergien zu nutzten. Gesamtwirtschaftlich betrachtet, ist diese Bahninfrastruktur gerade in Zeiten des Klimaschutzes von besonderem Wert, wir sollten sie nicht ungenutzt lassen“, so der Grüne Abgeordnete, der auch daran erinnert, dass die Grünen im Landtag schon mehrmals Initiativen für die Gleichenberger Bahn gesetzt haben. Zuletzt haben SPÖ und ÖVP im Herbst 2019 einen entsprechenden Antrag im Landtag abgelehnt.

Die Gleichenberger Grün-Gemeinderätin Marianne Müller-Triebl hält fest, dass die Gemeinden bereits mehrmals klare Signale für eine Fortführung des Personenverkehrs gesetzt haben.

Und der Grüne Bundesrat Andreas Lackner ergänzt, dass er das Thema noch einmal im Regionalvorstand und der Regionalversammlung der Region Süd-Oststeiermark zur Sprache bringen wird. Lackner: „Wir sollten hier nicht zögern und einen unmissverständlichen Beschluss für den Erhalt des Personenverkehrs auf der Gleichenberger Bahn auf den Weg bringen. Den regionalen Mobilitätsplan für die Oststeiermark sollten wir dazu noch einmal aktualisieren“.