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am 15. Mai 2015

Grüne Wege zu fairen Chancen für Frauen

Judith Schwentner - Kinderbetreuung, Einkommen, Pflege, Arbeitslosigkeit…: So lange politische Gremien derart männerdominiert sind, fallen Bedürfnisse von Frauen unter den Tisch. Grüne Landtagskandidatinnen sprechen Steirerinnen daher direkt an, statt sie nur „mitzumeinen“.

496.473 Frauen sind am 31. Mai bei der Landtagswahl in der Steiermark wahlberechtigt (zum Vergleich: 468.202 Männer), doch die Lebensrealitäten und der Alltag der Steirerinnen sind in diesem Wahlkampf bei den anderen Parteien nicht präsent, wie die Grünen heute bei einem Pressegespräch kritisierten: „Wir meinen die Frauen nicht mit, wir sprechen sie direkt an und das nicht nur im Wahlkampf“, betonte die Sozialsprecherin der Grünen im Parlament, die steirische Nationalratsabgeordnete Judith Schwentner, darum heute auch gleich zu Beginn. Daher werden in den kommenden Tagen auch hunderttausende Steirerinnen einen persönlichen Brief der Grünen nach Hause bekommen.

Das Geschlechterverhältnis der Wahlberechtigten spiegelt sich bis heute in der Politik überhaupt nicht wieder – „und darum werden viele Beschlüsse aus dem Gesichtswinkel von Männern getroffen“, beschrieb es die Grüne Landtagsklubobfrau Sabine Jungwirth: „Die Folge: Die Bedürfnisse von Frauen fallen oft unter den Tisch. Ein gutes Angebot von Kinder- und SchülerInnenbetreuung wäre beispielsweise Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auch die hohen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern beruhen unter anderem darauf, dass in den Gremien, wo in denen über Gehälter entschieden wird, wenig Frauen vertreten sind. Und in den Bereichen Verkehr, Raumplanung oder Wohnen würden selbstbewusste Frauen andere Schwerpunkte setzen als Männer. Viele Veränderungen der Lebensrealitäten, vor allem von Frauen, wurden durch die Dominanz der rotschwarzen Altparteienpolitik in der Steiermark in den letzten Jahren übersehen oder als unwichtig abgetan. Das kann sich ändern, wenn für Frauen, die für die Grünen kandidieren, eine Stimme gegeben wird“, so Jungwirth, die heute neben Schwentner gemeinsam mit den neuen Grünen Kandidatinnen Sandra Krautwaschl (Grüne Spitzenkandidatin im Wahlkreis Graz/Graz-Umgebung) und Lara Köck (Nummer drei der Landesliste und Nummer zwei im Wahlkreis Obersteiermark) auftrat. 50 Prozent der Grünen KandidatInnen auf der Landesliste sind übrigens Frauen.

GRÜNE HAUPTFORDERUNGEN FÜR FAIRE CHANCEN

-      Gesetzlicher Mindestlohn von 1.500 Euro brutto.

-      Kindergartenplatzgarantie und gesicherte Pflege.

-      Gleichbehandlung am Gehaltszettel: gleicher Lohn für Frauen und Männer.

-      Qualitative Bildungs- und Jobchancen in allen Regionen der Steiermark.

-      Faire Bezahlung im Bildungs-, Pflege- und Sozialbereich.

„Eines Tages sind wir vor dem Gehaltszettel alle gleich“ steht nicht zufällig auf einem Grünen Plakatsujet für die Landtagswahl – „wir meinen es mit diesem Ziel sehr ernst. Unsere Vision ist eine solidarische und gerechte Gesellschaft, die gleiche Chancen für alle garantiert“, so Jungwirth, Schwentner, Krautwaschl und Köck unisono. Und diese Chancen wurden von der Voves-Schützenhöfer-Regierung übrigens massiv dezimiert, wie die Grünen betonten. Denn: Der harte Kürzungskurs im Sozialbereich forderte vor allem bei den Frauen Opfer – und das schlug sich auch auf die überdurchschnittlich zunehmende Frauenarbeitslosigkeit nieder, die übrigens zur Zeit auf Rekordniveau ist. Dazu kommt, dass die Kürzungen mittel- und langfristig die Kosten für die öffentliche Hand steigen lassen werden, wie Krautwaschl anhand eines Beispiels betonte: „Wenn heute die Physiotherapie für Menschen mit Behinderung gestrichen wird, dann muss diese Person in einigen Jahren operiert werden – und das kostet dann zehnmal mehr als ein Jahr Physiotherapie“, rechnete sie vor.

Neben dem Problembereich Pflege war heute auch das Faktum, dass die Steiermark im Bereich Kinderbetreuung österreichweites Schlusslicht ist, Thema – und das belegt nicht nur die Statistik, sondern die diesbezüglichen Probleme sind auch immer wieder Thema bei den Grünen Hausbesuchen, wie Köck erzählte: „Diese persönlichen Gespräche bestätigen auch die große Gallup-Studie des Gemeindebundes, wonach die steirischen Eltern am unzufriedensten in ganz Österreich sind.“

Ausführliche Presseunterlage

Eindrücke von der Pressekonferenz

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