„Comebackplan“: Krautwaschl begrüßt Initiativen für Biodiversität, Dekarbonisierung der Industrie und klimafitte Ortskerne

Großen Applaus gibt es von der Grünen Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl für die heute im Rahmen des „Comebackplans“ angekündigten Initiativen aus dem Aufbau- und Resilienzplans (RRF) für Biodiversität, Dekarbonisierung der Industrie und klimafitte Ortskerne: „Industrie, Artenschutz und Ortskernbelebung sind drei für die Steiermark äußerst wichtige Bereiche, in denen wir dringend einen Wandel brauchen und gleichzeitig Riesenchancen haben, wenn wir es richtig machen. Die Initiativen der Bundesregierung weisen uns den Weg dazu“, freut sich Krautwaschl.

100 Millionen Euro werden für den Umstieg auf klimafreundliche Produktionsweisen in der Industrie investiert, so Krautwaschl: „Da geht es um eine der großen Herausforderungen im Kampf gegen die Klimakrise.“ Mit den zusätzlichen Mitteln werden konkrete Projekte mit Demonstrationscharakter gefördert. Das betrifft insbesondere Einsatz von grünem Wasserstoff und Strom anstelle von fossilem Erdgas oder Kohle. Im Detail:
– Gefördert werden dabei vor allem Projekte mit großer Demonstrationswirkung und Pilotcharakter bei gleichzeitig hohem Investitions- und Förderungsbedarf.
– Konkret sind das Investitionen zum effizienten Einsatz von Energie, zur Erzeugung und zum effizienten Einsatz erneuerbarer Energieträger; zur Umstellung der Produktion auf den effizienten Einsatz von biogenen Rohstoffen oder zur sonstigen Vermeidung oder Verringerung von Treibhausgasemissionen.
– Weiters werden Investitionen zur Steigerung der Ressourceneffizienz und der Kreislaufwirtschaft, zur Verringerung der Umweltbelastungen durch Behandlung oder stoffliche Verwertung von gefährlichen Abfällen gefördert.

50 Millionen Euro extra stehe in den nächsten Jahren für den Biodiversitätsfonds zur Verfügung: „Der Erhalt unserer Artenvielfalt und einer intakten Natur ist unsere Lebensgrundlage und die Versicherung, dass wir auch in Zukunft noch ein gutes Leben haben können“, freut sich Krautwaschl. Folgende Bereiche stehen dabei im Zentrum:
– Unterschutzstellung/Außernutzungstellung von zusätzlichen Flächen als nationaler Beitrag zur Umsetzung der EU Zielsetzung von 30 % Schutzgebieten
– Schaffung von biodiversitätsfördernden Blüh- und Grünflächen und deren Vernetzung in mindestens 50 Gemeindegebieten
– Durchführung von Pilotprojekten zur Entsiegelung versiegelter Flächen
– Errichtung eines systematischen, bundesweiten Biodiversitäts-Monitoringsystems zur Überwachung der Biodiversität, auf dessen Basis regelmäßige Berichte zu Status und Trends der Biodiversität in Österreich erstellt werden

Und: Für klimafitte Ortskerne kündigte die Regierung heute ebenfalls 50 Millionen Euro an. „Gerade die Gemeinden sind von der Coronakrise stark betroffen. Und gerade die Gemeinden sind ganz wichtige Hebel im Kampf gegen die Klimakrise“, so Krautwaschl. So wird etwa erstmals die Entsiegelung von Ortskernen gefördert werden können, verweist die Grüne Klubobfrau auf diese wichtige Maßnahme – denn die Steiermark ist bekanntlich traurigerweise ja jenes Bundesland mit dem meisten Flächenverbrauch Österreichs… „46 Prozent der Comebackplan-Gelder aus dem RRF werden in den Klimaschutz fließen – das zeigt den großen Unterschied, wenn Grüne regieren“, betont Krautwaschl: „Die RRF ist damit ein wesentlicher Bestandteil am Weg zu mehr Klimaschutz in Österreich!“