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am 24. Jänner

„Woher soll die Milliarde für Olympia kommen? Die Steiermark hat keinen Finanzierungsspielraum!“

Lambert Schönleitner, Tina Wirnsberger - Finanzierung von Olympischen Spielen nicht darstellbar: Es ist undenkbar, dass das Land Steiermark hier wesentlicher Kostenträger ist und ÖVP und SPÖ das Land weiter in den finanziellen Abgrund stürzen.

„Die Landesregierung hat kein Geld um die Gesundheitsversorgung sicherzustellen, der notwendige Ausbau des öffentlichen Verkehrs im steirischen Zentralraum ist derzeit nicht leistbar und das Nulldefizit der Steiermark ist in weite Ferne gerückt“ ist der Grüne Landessprecher Lambert Schönleitner​ mehr als skeptisch zum Vorstoß der Bürgermeister Nagl und Winter: „Die Steiermark steht bekanntlich budgetär am finanziellen Abgrund, die Schulden der Stadt Graz sind auf Rekordhöhe“, so Schönleitner unisono mit der Sprecherin der Grazer Grünen, Stadträtin Tina Wirnsberger​.

„Es ist bezeichnend, dass weder ein Vertreter der Landes- noch jemand von der Bundesregierung bei der Präsentation dabei war – das zeigt, dass Nagl und Winter offensichtlich noch nicht einmal konkrete Gespräche über die Finanzierung eines solchen Riesenprojekts geführt haben. Gibt es überhaupt schon irgendwelche Pläne für die Finanzierung?“, so Schönleitner: „ Das ausgerechnet jene, die finanziell am wenigsten betragen würden, die Bewerbung verkünden, wirft auch ein eigenartiges Licht auf die Geschichte…“ Wenn die Bundesregierung zur Zeit bekanntlich sogar die Notstandshilfe streichen will, ist davon auszugehen, dass dort auch kein bislang verborgenes „Goldreservendepot“ zur Finanzierung Olympischer Spiele in der Steiermark zu finden sein wird. „Das finanzielle ,Schladminger WM-Desaster‘, das der Rechnungshof massiv kritisiert hat und am Ende einen dreistelligen Millionenbetrag verheizt hat, darf kein zweites mal passieren!“

Die Grazer Grüne Stadträtin Tina Wirnsberger betont: „Ein so großes Projekt im Alleingang und ohne sachliche Grundlagen durchdrücken zu wollen, ist verantwortungslos. Ich erwarte mir vom Bürgermeister, dass er alle Fakten für eine seriöse Risikobewertung auf den Tisch legt.“

Schönleitner erinnert abschließend auch daran, dass eine, für die, schlussendlich gescheiterte, Bewerbung Innsbrucks erarbeitete Machbarkeitsstudie von Kosten in der Höhe von 1,7 Milliarden Euro für die Winterspiele ausgegangen ist – ohne den Bau neuer Sportstätten. Laut einer Studie der Universität Oxford sprengen im Unterschied zu anderen Megaprojekten Olympische Winterspiele in 100 Prozent der Fälle ihre finanziellen Rahmen - im Schnitt um 179 Prozent… (24. Jänner 2018)



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