Bezirkegruene.at
Navigation:
am 29. Juli 2016

Ganztägige schulische Betreuung: Steiermark hinkt hinterher – Grüne bringen Anfrage ein

- Nach Beschluss der Bundesregierung: „Wird jede steirische Schülerin und jeder steirische Schüler im Umkreis von 20 km ein ganztägiges Schul- und Betreuungsangebot vorfinden?“

Bild: SchülerInnen mit Lehrerin

Vor kurzem hat die Bundesregierung ja bekanntgegeben, in Summe 750 Millionen Euro in den Ausbau von ganztägiger schulischer Betreuung stecken zu wollen. Zahlen des Bildungsministeriums, die diese Woche im „Standard“ bekannt wurden, zeigen jedoch auch, dass die Länder bisher ihnen zugesagte Mittel nicht vollständig in Anspruch genommen haben. Die Steiermark beispielsweise verwendete zwischen 2011 und 2014 von 31,8 Millionen Euro nur 19,6 Millionen Euro. Wenig überraschend ist daher wohl auch, dass in der Steiermark im Österreichvergleich auch unterdurchschnittlich wenige Kinder ganztägig in der Schule betreut werden.

Vor dem Hintergrund der Ankündigung der Bundesregierung, hat nun die Grüne Landtagsabgeordnete Sabine Jungwirth eine Anfrage an die zuständige Landesrätin Ursula Lackner eingebracht (siehe anbei) und fragt nach „konkreten Umsetzungsschritten“: „Worin genau wird investiert werden (z.B. mehr Lehrpersonal, Ausbau der Infrastruktur etc.)?“ Die Kernfrage von Jungwirths Anfrage lautet: „Wird die Steiermark gewährleisten können, dass jede Schülerin/jeder Schüler im Umkreis von 20 km ein ganztägiges Schul- und Betreuungsangebot vorfindet?“

In der Begründung ihrer Anfrage verweist Jungwirth darauf, dass Lackner per Presseaussendung den Beschluss zum Ausbau der ganztägigen Schulformen als großen Erfolg für die Bildungspolitik bewertet hatte – dementsprechend erwartet sie sich jetzt auch klare Schritte. Und: In Lackners Stellungnahme zum Grünen Antrag „Recht auf leistbaren Bildungserfolg“ betonten die Landesrätin, dass zu den bestmöglichen Rahmenbedingungen „ein dichtes Netz an standortnahen Pflichtschulen sowie eine intensive Förderung der ganztägigen Schulformen, die sozial kompensatorisch wirken und eine ideale Förderung der SchülerInnen bieten“.

Landesrätin Lackner hat nun zwei Monate Zeit, die Grüne Anfrage zu beantworten.

Mach die Welt grüner - Mitglied werden