Auch 2021 immer mehr neue Pflegeheime statt „mobil vor stationär“? Krautwaschl geht im Landtag „Lippenbekenntnissen“ von Bogner-Strauß auf die Spur

Zwei neue Pflegheime in Murtal, ein neues Haus mit 150 Betten in Frauental…: „Sind die ,mobil vor stationär‘-Ankündigungen von Landesrätin Bogner-Strauß nur Lippenbekenntnisse“, fragt die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl und hat darum eine „Befragung“ zu Beginn der kommenden Landtagssitzung am nächsten Dienstag initiiert.

„Das geht in die völlig falsche Richtung“, kritisiert sie den „Wildwuchs“: Außerdem liegt man damit, sowohl im Murtal als auch in Deutschlandsberg, deutlich über dem im Bedarfs- und Entwicklungsplan für pflegebedürftige Personen 2025 (BEP) festgelegten Wert. Angesichts derartiger Entwicklungen „drängen sich vehement die Fragen auf, wozu ein Bedarfs- und Entwicklungsplan überhaupt erstellt wird und was vom Bekenntnis „mobil vor stationär“ noch übrigbleibt?!“, so Krautwaschl – oder in den Worten von DI (FH) Harald Bergmann, Bürgermeister von Knittelfeld und Obmann des Sozialhilfeverbands Murtal: „Es ist nicht sinnvoll, mehr Pflegeheime hinzustellen, stattdessen sollte das Geld vermehrt in Tagesheime und in Unterstützung für pflegende Angehörige fließen“…

Gleichzeitig erinnert Krautwaschl daran, dass es ja schon jetzt große personelle Probleme im Pflegebereich gibt (dazu hat die Grüne zwei umfangreiche Anfragen bereits eingebracht – siehe hier).

Am Dienstag im Landtag will Krautwaschl jetzt wissen: „Weshalb werden angesichts des Bekenntnisses ‚mobil vor stationär‘ weiterhin Pflegewohnheime in Regionen bewilligt, in denen es schon jetzt genügend Langzeitpflegebetten und zu wenig Personal gibt?“