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Rundblättriger Sonnentau

Steckbrief

 

Lateinischer Name: Drosera rotundifolia

Familie: Zweikeimblättrige Samenpflanzen

Lebensraum: Hochmoore, Torfmoospolster, Quellflure in der gesamten Steiermark

 

Merkmale

Der Sonnentau gehört zu den fleischfressenden Pflanzen. Auf den kreisrunden Blättern sitzen rötliche Tentakel, die ein klebriges Sekret ausscheiden (sieht aus wie Tautropfen, daher der Name) das Insekten anlockt. Diese kleben auf den Blättern fest und werden anschließend mit speziellen Drüsen, die eiweißspaltende Enzyme abgeben, verdaut. Der Tierfang dient vor allem der Stickstoffgewinnung, da die Pflanze auf sehr nährstoffarmen Untergründen wächst.

Die Pflanze blüht von Juni bis August an ein bis zwei, bis zu 30 cm hohen, einseitigen Trauben mit bis zu 25 weißen, knapp 1 cm großen, an 2 Millimeter langen Blütenstielen sitzenden Blüten, die sich nur bei ausreichendem Sonnenschein öffnen.

Vorkommen

Rundblättriger Sonnentau wächst in Hochmooren, Flachmooren und Zwischenmooren. Noch ist der Rundblättrige Sonnentau in der Steiermark, verglichen mit den anderen vorkommenden Drosera-Arten, relativ häufig anzutreffen. Durch langjährige Entwässerung und Torfabbau in seinen angestammten Lebensräumen gingen aber auch seine Bestände deutlich zurück. Die Unterschutzstellung sämtlicher (mindestens) regional bedeutender Moore in der Steiermark war ein wichtiger Schritt für den langfristigen Erhalt der Art.

Verwendung

Der Rundblättrige Sonnentau wurde als Heilkraut gegen Reizhusten, Lungenleiden, Schwindsucht, Epilepsie und Geisteskrankheit verschrieben.

Gewusst?

Die Gattung Sonnentau (Drosera) bildet mit ihren über 200 Arten die zweitgrößte Gattung fleischfressender Pflanzen.