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„Aktuelle Stunde“: „Wir wollen im Sinne aller Betroffenen sowie des Naturschutzes den Mountainbikesport weiter entwickeln und auf solide Beine stellen!“

„Der Mountainbikesport hat in den letzten Jahren sowohl enormes Wachstum als auch eine Erweiterung der Disziplinen erfahren. Mit dem E-Bike ist es mehr Menschen möglich, die Natur zu erleben, neue Disziplinen wie Cyclocross und Gravelbike, deren Zahlen erst in den letzten beiden Jahren richtiggehend explodiert sind, bewegen sich ebenfalls in leichtem Gelände. Das aus mehreren Gründen zu begrüßen: Bewegungsmangel ist die große Zivilisationskrankheit unserer Zeit. Kinder können in der Natur in sicherer Umgebung das Radfahren erlernen. Das E-Bike hält Menschen im Alter länger aktiv, ist weiterhin auch für Übergewichtige eine Möglichkeit, gelenksschonend Sport zu betreiben“, betonte der Grüne Landtagsabgeordnete Alex Pinter zu Beginn der von ihm einberufenen „aktuellen Stunde“ zum Start der heutigen Landtagssitzung. Das Grüne Ziel ist es, Lösungen für die Nutzungskonflikte rund um die boomenden Sportart zu finden: „Wir wollen im Sinne aller betroffenen sowie des Naturschutzes den Mountainbikesport weiter entwickeln und auf solide Beine stellen!“, so Pinter in seiner Rede.

„MountainbikerInnen haben auch verständlicherweise genug davon, sich bei einer naturbewussten Nutzung – wie es die überwältigende Mehrheit auch tut – ständig kriminalisieren zu lassen. Die Zeit, in der Extrembeispiele (ganz beliebt der Mountainbiker, der in Höchstgeschwindigkeit am Wanderweg oder in der Nacht fährt) als Regelfall darzustellen, muss endlich vorbei sein“, so Pinter und fügte hinzu: „Man bewertet auch nicht den durchschnittlichen Autofahrer an demjenigen, der vielleicht betrunken mit 220 auf der Autobahn dahinrast. Es wäre das gleiche, wenn ich das Verhalten aller Jäger am Fall desjenigen festmache, der beispielsweise, wie unlängst vorgekommen, betrunken an einer Treibjagd teilnimmt…“

„Wir reden größtenteils von Lösungen für Familien mit Kindern, Pensionisten, Menschen, die vor allem friedlich und gemeinsam die Natur nutzen wollen. Ich appelliere hier ganz eindeutig – im Sinne von einer gemeinsamen Lösungen – auf ein Aufeinander zugehen und dem Entwickeln gemeinsamer Lösungen, auf gegenseitige Neugier und einem voneinander Lernen“, so Pinter.

Ein zentraler Punkt ist die Haftungsfrage: „Hier müssen GrundeigentümerInnen herausgenommen werden, außerdem soll für die Nutzung auch ein Entgelt, so wie es in einigen lokalen Modellen bereits gehandhabt wird, bereitgestellt werden“, schlug Pinter vor: „Es ist mir wichtig, zu betonen, dass bei einer Nutzung, die sowohl für Forstwirtschaft, Jagd und Biker Sinn macht, gewisse Regeln eingehalten werden müssen. Das Forstgesetz aus dem Jahr 1975 – damals gab es noch keine Mountainbiker – bietet in dieser Form keinen Lösungsansatz, dass die Mountainbiker hier hereinfallen, ist dem Zufall geschuldet. Wir haben im Jahr 2020 ganz andere Voraussetzungen, deswegen ist es so wichtig, hier endlich schnell zu Lösungen zu kommen“, so der Grüne Abgeordnete, der in seiner Rede auch die wirtschaftlichen, beziehungsweise touristischen Chancen durch den Mountainbikesport betonte.