35 Jahre nach Tschernobyl: Grüne drängen auf Aus für Schrottmeiler Krško

Am morgigen Montag vor 35 Jahren ereignete sich die furchtbare Katastrophe von Tschernobyl: Die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl nimmt dieses traurige Jubiläum zum Anlass, um einmal mehr vor Atomkraft zu warnen – und insbesondere vor dem grenznahen „Schrottmeiler“ im slowenischen Krško.

„Atomkraft darf keine Zukunft haben, denn Atomkraft ist nicht beherrschbar“, so die Grüne: „Dass nur wenige Kilometer von der steirischen Grenze entfernt ein Uralt-Kraftwerk auf einer Erdbebenlinie steht, dessen Laufzeit – wenn es nach den Betreibern geht – verlängert werden soll, ist nicht zu akzeptieren!“ Krško weise bereits heute grobe Mängel auf, wie das Abbrechen von Brennstäben oder Störungen im Primärkühlsystem vor kurzem gezeigt haben, erinnert Krautwaschl. Die Grüne Klubobfrau erwartet sich von den Landesregierungen der Nachbarbundesländer, also von der Steiermark und von Kärnten, „mehr Druck auf die Betreiber, aber auch mehr Unterstützung für den Umstieg auf Erneuerbare Energien“: „Gerade in der Steiermark gibt es eine große Expertise bei Erneuerbaren Energien – wir müssen Kroatien und Slowenien hier Unterstützung geben.“

Am Aus für Krško führt aus Grüner Sicht kein Weg vorbei: „Viele Katastrophen passieren ohne Vorwarnungen – Slowenien und Kroatien haben in den letzten Monaten – Stichwort Erdbeben – schon sehr viele erhalten!“